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Ostholstein Mit Waschbrett: Bielefelder Blues gewinnt Eutiner Challenge
Lokales Ostholstein Mit Waschbrett: Bielefelder Blues gewinnt Eutiner Challenge
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20:43 03.07.2017
Waschbrett-Wolf, Greyhound-George und Andy „The Alligator“ Grünert (v. l.) setzten sich bei der Blues Challenge durch. Quelle: Foto: Kay-Michael Weier/hfr

Die Blues Challenge in Eutin stand in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Und wie es für sie und das Bluesfest weitergeht, ist noch offen. Der Verein Baltic Blues und Organisator Helge Nickel setzen für die Zukunft auch auf den Norden des Kreises Ostholstein.

Sieg der Greyhound’s Washboard Band – Zukunft des Festivals weiter ungewiss.

Noch immer sei unklar, ob der Marktplatz im kommenden Jahr für die Altstadtsanierung aufgerissen und damit die Blues-Veranstaltungen ihres Platzes beraubt würden. Deshalb hat der Verein beschlossen, dass er sofort zugreift, falls sich ein anderer Ort findet und die Bedingungen stimmen. Welche das sind, formuliert Nickel: Eine Fläche mit Atmosphäre, vielleicht an einem Hafen, und ausreichend Bettenkapazität in der Umgebung. „Die Leute pennen zum Teil in Plön, um in Eutin dabei sein zu können“, sagt er. Von der Stadt erwartet der Verein möglichst bald ein Signal, wie und ob es in Eutin weitergeht.

Aber noch hat Eutin zwei Mal im Jahr den Blues. Trotz aller Widrigkeiten bei der Blues Challenge hielten die Fans der Veranstaltung wieder die Treue. Nach den Regenmassen am Eröffnungstag, die eine Verlegung erforderten, war der Wettbewerbstag am Sonnabend von Verzögerungen bestimmt, für die die Veranstalter nichts konnten. „Es war die Hölle“, sagte Nickel. Dauernd habe der Zeitplan umgestoßen werden müssen. Musiker und Jurymitglieder standen nach einem Unfall auf der A 1 vor Stapelfeld im Stau. Uwe Mamminga (Downtown Bluesclub Hamburg) schaffte gerade mal einen Kilometer in sechs Stunden – und fiel damit für die Jury komplett aus. Seinen Platz nahm Björn Puls, Schlagzeuger der Jimmy-Reiter-Band, ein. Die übrige laut Nickel „extrem hochgradig besetzte“ Jury bestand aus Jimmy Reiter (Musiker, Osnabrück), Tim Schauen (Redakteur, Deutschlandfunk), Andrzej Matysik (Polen, Twoj Blues Magazine), Peter Müller (Promoter, Osnabrück) und Nick Moss (Musiker, USA). Sie vergaben bis zu zehn Punkte für Bluesgehalt, Originalität, instrumentale Fertigkeiten, Gesang und Bühnenpräsenz. Am Ende setzte sich Greyhound’s Washboard Band mit den Musikern Waschbrett-Wolf (Wolfgang Voss, Percussion), Greyhound-George (Jürgen Schildmann, Gitarren) und Andy „The Alligator“ Grünert (Mundharmonika) an die Spitze. „Es ist ganz knapp gewesen“, sagte Nickel. Als Gewinner des Blues-Oscars hat sich das Trio aus Bielefeld für die International Blues Challenge Anfang 2018 in Memphis qualifiziert.

Ebenfalls verliehen wurden die German Blues Awards 2017 in zehn Kategorien. Sie gingen an das Henrik-Freischlader-Trio für die CD „Openess“ (Kategorie Tonträger), den Downtown Blues Club, Hamburg (Club), Michael Maass (Drums/Perc), die Osnabrücker Blueslawine (Festival), Abi Wallenstein (Solo-Duo), den Deutschlandfunk für die Sendung „On stage“ (Medien), Henning Pertiet (Piano), die Jimmy-Reiter-Band (Band), Jürgen Achten (Ehrenpreis national) und Nick Moss (Ehrenpreis international).

Susanne Peyronnet

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