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Mit der Familie im Doppelsitzer

Grube Mit der Familie im Doppelsitzer

Auf dem Gruber Flugplatz gehen Familien in die Luft: Väter, Mütter, oft mit ihren Söhnen oder Töchtern.

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Klaus-Joachim Scheffler und sein Sohn Piet-Ansgar (vorne) im modernen Doppelsitzer-Segelflugzeug.

Quelle: Fotos: Thomas Klatt (2)/ hfr

Grube. Auch wenn die Stockelsdorfer Familie recht bodenständig daher kommt, geht bei den Schefflers doch mal schnell einer in die Luft. Neben Vater Klaus-Joachim (55) haben auch die Söhne Jonathan (17), Piet-Ansgar (19) und Thilo (21) Scheffler ihr Herz für die Fliegerei entdeckt. Schon von klein auf war der Flugplatz „Condor“ in Grube für die drei Söhne und Tochter Stephanie (23) so etwas wie ein zweites Zuhause, krabbelten sie in die Flieger und hoben mit ihrem Vater ab. Dank einer Sondergenehmigung büffelten die Söhne dann mit 13 Jahren für die erste Fliegerlizenz, um mit 14 Jahren dann selbst den Flieger zu steuern.

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Thilo Scheffler (21) tritt in die Fußstapfen seines Vaters, denn er wird Pilot für große Jumbos.

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„Mir blieb ja keine andere Wahl“, antwortet Piet-Ansgar schelmisch auf die Frage, warum er seinem Vater in die Fußstapfen gefolgt ist. Für die Kinder gestaltete sich der Flugplatz mit seinen Angeboten für Jugendliche und Kinder wie ein überdimensionaler Abenteuerspielplatz. Übernachtungen im Hangar mit anderen Kindern und Jugendlichen, den Maschinen beim Starten und Landen zuschauen oder den Kommandos im Tower lauschen — Langeweile kam dabei sicherlich nicht auf.

„Condor“ hat sich nicht zuletzt wegen seiner äußerst erfolgreichen Jugendarbeit einen guten Ruf weit über die Grenzen Ostholsteins hinaus erworben. Mit seinen sportlichen Erfolgen hat der Fliegernachwuchs aus Grube schon mehrfach die Konkurrenz von benachbarten Flugplätzen wie Kiel, Lübeck oder Bad Segeberg hinter sich gelassen. Auch der Name Piet-Ansgars findet sich bereits auf den vorderen Plätzen im Ranking der Juniorenklasse im Segelfliegen. In der Landesliga schaffte er es bereits unter die ersten Zehn. Noch weiter hat es Sohn Thilo gebracht, der in der Standard- und Clubklasse sogar den Sprung in die Deutsche Nationalmannschaft schaffte.

Auch beruflich dreht sich bei den Schefflers vieles um die Fliegerei. Sohn Thilo hat es auch hier seinem Vater, der zurzeit als Flugkapitän für die Gesellschaft Condor fliegt, nachgemacht. Er absolviert gegenwärtig eine Ausbildung zum Piloten in Phoenix Arizona (USA). Jonathan, als jüngster Spross, macht gerade eine Ausbildung zum Flugzeugmechaniker bei Airbus und hat damit ebenfalls seine Finger in Richtung Fliegerbranche ausgestreckt. Tochter Stephanie hat zwar keine Fliegerlizenz, ist aber als Flugbegleiterin ebenfalls in der Luft. Auch Mutter Annekatrin Heberlein-Scheffler ist mal geflogen, hat es aber vor Jahren aufgegeben, berichtet ihr Mann.

Längst, so Scheffler, hätten ihn seine Sohne bei Langstreckenflügen abgehängt. Vor kurzem habe er einen gemeinsamen Flug mit einem Sohn unternommen. Nach sechs Stunden und 45 Minuten sei er aus der Maschine gestiegen und habe sich gedacht: „Jetzt langt's aber auch.“ Sein Sohn habe da nur geantwortet: „Och Papa, ‘ne halbe Stunde hätten wir doch noch länger fliegen können.“

Knirscht man da mit den Zähnen, wenn die eigenen Kinder an einem vorbeiziehen, oder erfüllt es einen mit Stolz? „Keine Frage, ich bin stolz und freue mich mit meinen Söhnen“, so der Vater. Letztlich sei das Fliegen auch eine Konditionssache: Man habe schließlich keinen Autopiloten, müsse ständig die Hände am Steuer haben und nach den nächsten Aufwindfeldern Ausschau halten.

Die grenzenlose Freiheit am Himmel, der Kampf mit dem Wetter — das ist es, was vor allem Klaus-Joachim Scheffler am Fliegen begeistert. Sohn Piet-Ansgar schwärmt von dem tollen Anblick der Küste und den sportlichen Herausforderungen des Fliegens. Bei dieser Begeisterung ist es dann nur eine Frage der Zeit, bis einer aus der Familie Scheffler mal wieder in die Luft geht.

„„Keine Frage, ich bin

stolz und freue mich mit meinen Söhnen.“
Klaus-Joachim Scheffler

Thomas Klatt

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