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Ostholstein Mit neuem „Wir-Gefühl“ zu mehr Erfolg
Lokales Ostholstein Mit neuem „Wir-Gefühl“ zu mehr Erfolg
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23:56 25.01.2016
„Neue Hotel- konzepte für neue Zielgruppen.“ Joachim Nitz, TSNT-Chef

Im Wettbewerb um den angesagtesten Küstentreff lag Sylt bislang vor Timmendorfer Strand. Doch das könnte sich bald ändern, und so arbeite die Strategiegruppe mit Experten aus Wirtschaft, Hotellerie, Gastronomie und Tourismus „an einer Fünf-Jahres- Perspektive“, so Tourismuschef Joachim Nitz.

1,4 Millionen Übernachtungen im Jahr 2015 entsprächen einem Plus von sechs Prozent, „da spielen wir schon in einer besonderen Liga“, betont Nitz. Heinz Meyer, Chef der „Aktivgruppe“, stimmt zu. Doch beide wissen auch: „Die Entwicklung beim Tagesgast schwächelt.“ Die eingeschränkte Bäderregelung mit weniger verkaufsoffenen Sonntagen schlage deutlich durch. Zu jammern aber helfe nicht, also arbeite man in der Gemeinde gemeinsam daran, Altbackenes über Bord zu werfen, Tradiertes zu überarbeiten und Neues zu entwickeln.

Viele Timmendorfer hätten in der Vergangenheit den Eindruck gehabt, alle ziehen an einem Strang, nur in entgegengesetzte Richtung. Nun aber sei ein neues „Wir-Gefühl“ deutlich spürbar. „Es sitzen gute Leute mit viel Know- how in dieser Gruppe, die gemeinsam das Beste für Timmendorfer Strand und Niendorf wollen“, konstatiert Timmendorfs Marketing- Leiterin Silke Szymoniak.

„Der Erfolg in Niendorf zeigt uns, was der Gast will — die Ostsee fühlen, riechen und schmecken“, so Heinz Meyer. Niendorfs maritime Atmosphäre aber fehle Timmendorfer Strand — noch. Bis Mitte März wird im Strandabschnitt zwischen der Ostseetherme und dem Landhaus Carstens eine Dünenlandschaft modelliert. „Gestrüpp und Wildwuchs werden entfernt“, so Nitz, „Strandhafer und Ostseetypisches“

angepflanzt. „Das Begrünungskonzept ist natürlich mit der Naturschutzbehörde abgestimmt.“ In zwei weiteren Bauabschnitten werde bis 2017 auch die Küstenlinie bis zum Bereich An der Acht attraktiver.

Der neue Strandpark, „das Herzstück von Timmendorfer Strand“, soll mit einer Beachlounge und gastronomischem Angebot vermehrt die Tagesgäste locken. Strandclubpartys sowie ein verjüngtes Angebot gehörten dazu. Bestehende Kioske an der Promenade würden aufgewertet, Wintergärten und Terrassen sollen entstehen. Mit neuangelegten Plateaus auf Höhe der Küstenschutzlinie könne der Gast künftig den freien Blick auf die Ostsee genießen.

Mit Sorge sieht Joachim Nitz die steigende Zahl von Eigentumswohnungen, denn „jedes Hotel hat eine deutlich höhere Wertschöpfung“. Die hervorragende Hotellerie sei ein wichtiges Kriterium für den Ort. Daher sind neue Hotelkonzepte für weitere Zielgruppen für alle drei wünschenswert. Denkbar sei beispielsweise ein günstigeres Beach-Motel für Surfer und sportbegeisterte Gäste. Die Arbeit in den nächsten fünf Jahren soll das Ostseebad noch konkurrenzfähiger machen und an der Spitze halten. Timmendorf sei „längst ein Ganzjahres-Ziel“.

Martina Janke-Hansen

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