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Ostholstein Mit weniger Filialen für die Zukunft gut gerüstet
Lokales Ostholstein Mit weniger Filialen für die Zukunft gut gerüstet
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20:14 21.06.2016
Aufsichtsratschef Rolf Matzanke (von links), Vorstand Matthias Benkstein, Martin Frommhagen (wiedergewählt), Tanja Kannenberg, designierte Nachfolgerin von Vorstand Hans-Wilhelm Hagen (neben ihr), Frank Kania (neu) und Wolfgang Rahlf (wiedergewählt). Quelle: Petersen

Die Volksbank Eutin sieht ihren Kurs bestätigt, das Online- und Telefonbanking zu Lasten des Filialgeschäfts auszubauen. Die am 11. Januar neu eröffnete „ServiceFilale“, in der Standardbankgeschäfte telefonisch abgewickelt werden können, werde „hervorragend angenommen“, hieß es gestern auf der Vertreterversammlung in Eutin, die unter dem Motto „erfolgreich und veränderungsbereit“ stand. Das Geldinstitut hatte Ende Februar die Zweigstellen in Hutzfeld, Garbek und Pönitz geschlossen und Kunden, die ihre Geldgeschäfte nicht über das Internet abwickeln wollen, an die Servicefiliale verwiesen. Bereits 17 500 Anrufer haben nach Angaben der Bank das neue Angebot genutzt.

Die Konzentration auf nur noch vier Filialen neben der Hauptstelle Eutin ist nicht nur eine Reaktion auf das veränderte Kundenverhalten. Drei von vier Kunden steuern eine Filiale nur noch an, um am Automaten Geld abzuheben. Es geht vor allem um Kostenreduzierung.Wegen des Zinstiefs werfen Geldeinlagen auch für die Banken immer weniger ab, der Zinsüberschuss sinkt und sinkt. Andererseits zieht das Kreditgeschäft an. „Das anhaltend niedrige Zinsniveau hat die Bereitschaft und den Mut, jetzt in die Firma oder die eigenen vier Wände zu investieren, zusätzlich beflügelt“, berichtete Matthias Benkstein, Sprecher des Vorstands.

Die Volksbank Eutin mit ihren 27 000 Kunden vergab 2015 Kredite über 243,3 Millionen Euro, ein Plus von fünf Prozent. Zusätzlich konnte sie 14,8 Millionen Baudarlehen an die Bausparkasse Schwäbisch Hall vermitteln. Die Einlagen kletterten um 4,3 Prozent auf 324,3 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg um 3,4 Prozent auf 412,3 Millionen Euro.

„2015 war ein gutes Jahr für Eutin und Umgebung. Kunden und Mittelstand blickten optimistisch in die Zukunft“, hielt Benkstein fest. Zusammen mit Vorstand Hans-Wilhelm Hagen zog er auch für die Bank ein positives Fazit. Das Geschäftsjahr 2015 sei erneut ordentlich verlaufen, man sei „durchaus zufrieden“. Von der guten Entwicklung profitieren auch die 10 567 Mitglieder der genossenschaftlichen Bank. Sie erhalten erneut sechs Prozent Dividende, insgesamt rund 224 000 Euro. Jeweils 500 000 Euro fließen in die gesetzliche Rücklage sowie in andere Ergebnisrücklagen.

Hagen machte Sparern keine Hoffnung, dass die Zinsen bald wieder anziehen könnten. „Eine Änderung ist nicht in Sicht, daher ist ein Umdenken in der Geldanlage erforderlich“, verwies er auf das Core Investment, das die Volksbank Eutin mit ihren Verbundpartnern der genossenschaftlichen Finanzgruppe anbietet. Die Anlagestrategie biete hohe Sicherheit und Renditeerträge. Aktuell parken die Volksbank-Kunden Spargelder überwiegend im Tagesgeldbereich.

Trotz der erfolgten Schließung von Filialen unterstrich Hagen den Ansprach des Instituts, „auch zukünftig die Nummer eins im Kundenservice und der persönlichen Beratung vor Ort zu sein“. So ist die „ServiceZentrale“ telefonisch sieben Tage in der Woche erreichbar, montags bis freitags von 6 bis 22 Uhr, sonnabends und sonntags von 9 bis 14 Uhr. In Niendorf, Haffkrug, Pönitz und Hutzfeld betreibt die Volksbank zusammen mit der Sparkasse einen SB Service.

Der Vorstand wurde einstimmig, der Aufsichtsrat mit einer Gegenstimme entlastet. Als Aufsichtsräte wurden Wolfgang Rahlf, Kaufmann aus Schürsdorf und Martin Frommhagen, Kaufmann aus Rohlstorf, wiedergewählt. Frank Kania, Kraftfahrzeugmeister aus Eutin, kam neu in das Gremium. Mathias Döring war krankheitsbedingt ausgeschieden.

pet

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