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Ostholstein Mobile Welle: Bald Surfer im Eissportzentrum?
Lokales Ostholstein Mobile Welle: Bald Surfer im Eissportzentrum?
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09:50 13.06.2017
Felina Molder (16) aus Hamburg probiert sich auf der mobilen Welle aus; Finn Kemmling (20) unterstützt sie. *FELIX KÖNIG (2) Quelle: Fotos: Beke Zill/
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Timmendorfer Strand

Benedikt Euen aus Sereetz steht sicher auf dem Board, der Surferfahrung sei Dank. „Das geht total auf die Beine. Aber es ist super“, sagt der 26-Jährige. Noch etwas wackelig balanciert Felina Molder aus Hamburg auf dem Brett. Um nicht das Gleichgewicht auf der Welle zu verlieren, breitet sie die Arme aus. Mitarbeiter Finn Kemmling (20) gibt ihr am Rand Hilfestellung. Für die 16-Jährige ist es das erste Mal, dass sie auf einer Welle surft, und dazu muss sie noch nicht einmal zu den Surfspots Europas reisen oder überhaupt ins Meer gehen.

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Felina Molder (16) aus Hamburg probiert sich auf der mobilen Welle aus; Finn Kemmling (20) unterstützt sie. *FELIX KÖNIG (2)

Vor dem Seebrückenkopf in Timmendorfer Strand hat erstmals die mobile Welle Station gemacht (die LN berichteten). Und die Surf-Days kamen nicht nur bei der jungen Hamburgerin und Benedikt Euen klasse an. „Wir haben eine tolle Resonanz, die drei Tage waren wir komplett ausgebucht“, sagt Betreiber Thilo Trefz beglückt darüber, dass so viele Gäste die nach eigenen Angaben einzige Flow-Anlage Deutschlands ausprobiert haben.

„Das war eine tolle Präsentation von Wassersport in Timmendorfer Strand“, sagt Trefz. Die Anlage wandert nun weiter nach Berlin, Frankfurt und Wien. Nächstes Jahr sollen die Surf-Days erneut in Timmendorfer Strand Halt machen. Das ist jedenfalls der Plan der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH (TSNT). „Wir sind absolut zufrieden mit der Premiere“, sagt Marktingleiterin Silke Szymoniak. Deshalb ziehe sie in Erwägung, die Surf-Days im nächsten Jahr wieder nach Timmendorf zu holen und weiter auszubauen. „Vielleicht mit ein bisschen mehr drumherum“, erklärt Szymoniak. Das Thema Wassersport soll größer aufgezogen werden. Angebote für Kinder, vielleicht auch am Wasser, sind angedacht. Ob die Surf-Days dann über einen längeren Zeitraum Besucher anlocken sollen und wieder an der Seebrücke stattfinden, ist noch nicht geklärt.

Es gibt aber weitere Überlegungen: Die mobile Surfwelle könnte künftig im dann sanierten Eissport- und Tenniszentrum (ETC) von Timmendorfer Strand in der eisfreien Zeit als zusätzliche Attraktion dienen. „Das könnten wir uns auf jeden Fall sehr gut vorstellen“, sagt Silke Szymoniak und weiß sich darin mit Tourismuschef Joachim Nitz einig.

Bürgermeisterin Hatice Kara (SPD) zeigt ebenfalls Sympathie fürs Surfen auf der mobilen Welle. Sie sagt aber gleich, dass diese nur eine von mehreren Optionen sei. „Wir haben den klaren Auftrag, die eisfreie Zeit im ETC zu bespielen.“ Zudem fehle es im Ort an Schlechtwetter-Angeboten. Einigkeit herrsche bei Politik und Verwaltung, dass ein „maritimer Ansatz“ verfolgt werden soll, um das ETC auch im Sommer für Urlauber und Einheimische interessant zu machen. Kompetentes Know-how habe es in einem Informationsgespräch mit den Hansa-Park-Geschäftsführern Andreas und Claudia Leicht gegeben.

 bz/jhw

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