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Ostholstein Mörderischer Mitmach-Krimi in Neustadt
Lokales Ostholstein Mörderischer Mitmach-Krimi in Neustadt
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20:50 24.01.2017
„Es gibt sechs Varianten, wie der Krimi enden könnte.Gabriele Nellies Kultur-Service Neustadt
Neustadt

Eingreifen statt nur mitfiebern: Beim „Mord am Mikro“ im Neustädter Theatersaal sollen am 31. März neben bekannten Schauspielern und Musical-Sängern auch die Zuschauer zu Akteuren werden und die Lösung des Krimis vorantreiben. Angst vor einem unfreiwilligen Bühnenauftritt ist jedoch unbegründet. „Niemand soll sich dort zum Affen machen. Das bleibt uns überlassen“, so Initiator Hauke Wendt.

Was steckt hinter „Mord am Mikro“? Geschrieben hat das Stück der Engländer Gareth Jefferson Jones. Schauplätze sind der Hamburger Hafen, das Amüsierviertel St. Pauli und feine hanseatische Villen. Die erste Leiche wird an den Landungsbrücken gefunden. Oberkommissar Hallig und sein junger, ambitionierter Assistent Ingo Stolz haben die schwere Aufgabe, den dubiosen Fall zu lösen. Die Männer treffen dabei auf eine Schattenwelt voller Gier, Korruption, Lust und Rache. Die spannende, aber auch witzig-ironische Geschichte wird als Retro-Live-Hörspiel im Stil der 50er Jahre auf die Bühne gebracht.

Ebenfalls zur Aufführung gehören Lieder wie „Der Kommissar“, „Jeanny“ oder „I shot the Sheriff“. Sie alle erzählen von Mord und Totschlag. Das Besondere: Die Stücke werden live von der Band „Die Sträflinge“ gespielt, in der Hauke Wendt am Schlagzeug sitzt, Marko Formanek und Fabian Harloff zur Gitarre greifen und Martin Pasching zum Bassisten wird.

Im Krimi überzeugt Formanek als aus Österreich zugezogener Kriminaloberkommissar Hallig mit echtem Wienerisch, was in der Hansestadt zu einigen Schwierigkeiten führt. „Denn er trifft auf Zeugen und Verdächtige, die breites Hamburgisch sprechen oder sogar Plattdeutsch und mit dem Dialekt aus Österreich wenig anfangen können“, sagt Gabriele Nellies vom Neustädter Kultur- Service. Martin Pasching schlüpft in die Rolle des Assistenten Ingo Stolz. Hauke Wendt und Fabian Harloff hingegen füllen gleich mehrere Rollen aus,

wobei Wendt auch die drei weiblichen gewonnen hat.

Dass das Publikum eingebunden wird, war laut Wendt fester Bestandteil bei der Konzeption von „Mord am Mikro“. Es ist ein klassischer „Wer war der Täter?“-Krimi, bei dem aber keine Zuschauer auf die Bühne geholt werden sollen. „Es wäre ein Leichtes, in einer von mir geschaffenen Situation den Rest des Publikums zum Lachen zu bringen, indem ich meine Späße auf Kosten eines Zuschauers mache. Das allerdings kommt bei uns nicht vor. Konkret gibt es im Verlauf des Stückes immer wieder Momente, wo wir das Publikum bitten, uns bei der Erzählung des Hörspiels zu unterstützen“, sagt Wendt. Das Publikum sei entscheidend, den Täter zu ermitteln, wobei dieser je nach Auftritt ein anderer sein kann.

Karten für „Mord am Mikro“ gibt es beim Kultur-Service im Neustädter Rathaus. Der Eintritt kostet zwischen 22 und 28 Euro. Die Aufführung beginnt am 31. März um 20 Uhr.

Sebastian Rosenkötter

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