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Ostholstein Müll-Streit schaukelt sich hoch
Lokales Ostholstein Müll-Streit schaukelt sich hoch
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08:11 07.04.2016
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Sierksdorf

Die Fronten zwischen dem Zweckverband Ostholstein (ZVO) und seinem privaten Mitgesellschafter NAD beim Tochterunternehmen ZVO Entsorgung GmbH verhärten sich weiter. Im Streit um die Herausgabe der genauen Kostenkalkulation bei der Müllabfuhr prüft der ZVO rechtliche Schritte.

„Für uns stellt es sich so dar, dass hier auf Zeit gespielt werden soll“, kommentierte ZVO-Sprecherin Nicole Buschermöhle den NAD-Vorschlag, einen unabhängigen Gutachter einzuschalten. Das Angebot lasse Objektivität und Verbindlichkeit vermissen. Der Gutachter solle nach NAD-Vorstellungen einseitig von der Entsorgungstochter bestellt werden, ohne dass der ZVO und seine Aufsichtsgremien Einblick in die Zahlen bekämen. Obendrein wolle NAD das Ergebnis nur anerkennen, wenn es die eigenen Berechnungen bestätige.

Der ZVO braucht die genaue Kostenkalkulation bei der teilprivatisierten Müllabfuhr, um Gebührenbescheide für 2016 an die Haushalte verschicken zu können. Der Mitgesellschafter NAD, hinter dem vor allem das Bremer Entsorgungsunternehmen Nehlsen steht, will sie einem neutralen Gutachter vorlegen. Für den ZVO macht das keinen Sinn. Als öffentlich-rechtlicher Auftraggeber sei der ZVO zu Selbstkostenpreisen gezwungen, die wiederum transparent und objektiv kalkuliert werden müssten. Da gebe es keinen Spielraum, da brauche es auch keinen unabhängigen Gutachter. Vor allem aber habe man als Mitgesellschafter ein Recht auf Auskunft und Einsicht in die Zahlen des Tochterunternehmens, erläuterte Buschermöhle.

Der ZVO betont weiterhin das Interesse an einer gütlichen Einigung. Denn eine gerichtliche Auseinandersetzung kann dauern — und den ZVO viel Geld kosten. Solange der Rechtsstreit läuft, können keine Gebührenbescheide verschickt werden. pet

LN

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