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Ostholstein Multitalent Elmar Gehlen hat eine Ausstellung „erarbeitet“
Lokales Ostholstein Multitalent Elmar Gehlen hat eine Ausstellung „erarbeitet“
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20:31 25.08.2016
Die Porträtfotos sind ein Hingucker. Elmar Gehlen ermöglicht neue Perspektiven. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter

Künstler schwenken Rotweingläser. Das weiß doch jedes Kind. Elmar Gehlen ist auf den ersten Blick nicht anders. Während er Freunde und Bekannte zu seiner zweiten Ausstellung nach 2004 in der Neustädter Stadtbücherei begrüßt, ruht in seiner anderen Hand ein Glas. Dann tritt er in den Hintergrund, zieht sich in eine Ecke des Raumes zurück, lauscht den einführenden Worten von Anke Kessenich, Leiterin des Hans-Ralfs-Hauses für Kunst und Kultur.

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Seine Kunstwerke spiegeln eine neue Wirklichkeit der Natur wider.

Elmar Gehlen selbst verzichtet auf eine Rede, lädt stattdessen ein, die Werke, die unter dem Motto „Sehen Elmar Gehlen Gesehen“ gezeigt werde, zu betrachten. Der 73-Jährige ist ein Multitalent. Der gelernte Dekorateur und Grafiker arbeitete bereits als Choreograph, Bühnenbildner, Regisseur, Musiker und Schauspieler. Viele dürften ihn aus der ZDF-Serie „Küstenwache“ kennen, bei der er einige Jahre den Maschinisten Wolfgang Unterbaur spielte.

Malen ist für Gehlen eine weiterer Job, eine Arbeit. Das ist der zweite Blick. „Ich muss so und so viele Bilder malen – und das mache ich. Muße ist etwas anderes. „Ich habe einen Auftrag und erfülle ihn“, erläutert er. Die rund 30 Werke, die jetzt in Neustadt zu sehen sind, habe er innerhalb von drei Monaten gemalt. „Ich war diszipliniert und täglich im Atelier“, so Gehlen. Anfangs habe er Bleistiftzeichnungen angefertigt – um die Hand zu lockern –, später mit Öl gemalt. „Ich wollte eigentlich sehr viel abstrakter arbeiten, bin dann aber immer realistischer geworden. Ganz bewusst entschieden hat sich Gehlen für kleine Formate. Größere würden schlichtweg nicht in die Räumlichkeiten passen, so seine Begründung.

Kessenich zeigte sich angetan von den Werke Gehlens. „Die Kunst steckt in der Natur. Wer sie herausreißen kann, der hat sie. Das sagte schon Alfred Dürrer und so ist es auch bei Elmar.“ Wolken, Himmel, Wasser, Licht und Schatten finden sich in seinen Bildern wieder. Kessenich macht eine „parallele Wirklichkeit zur Wirklichkeit der Welt“ aus. „Es ist ein Ausdruck seiner persönlichen Seherlebnisse“, so die Kunstexpertin. Hinzu komme, dass Gehlen hochsensibel für Farben und Formen sei und es ihm nicht genüge, wenn etwas nur schön sei.

Die Ausstellung läuft bis zum 29. Oktober. Sie kann während der Öffnungszeiten der Stadtbücherei besichtigt werden.

Sebastian Rosenkötter

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