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Ostholstein Schüler laden zum Musical
Lokales Ostholstein Schüler laden zum Musical
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17:43 02.11.2018
„Der Kleine  Tag" heißt das Musical, das Schüler der Cesar-Klein-Schule Ratekau am 7. November 2018 erstmals aufführen. Quelle: Doreen Dankert
Ratekau

Nicht nur musikalisch und gesanglich sind Höchstleistungen gefragt bei dem aktuellen Projekt Musical an der Cesar-Klein-Schule (CKS) in Ratekau, sondern auch organisatorisch. Rund 25 Schüler – inklusive der Band – aus den Klassenstufen sieben bis 13 sind beteiligt an dem Musical „Der kleine Tag“. Seit eineinhalb Jahren laufen die Proben zum großen Auftritt, der am Mittwoch, 7. November, sein wird.

„Das, was die Schüler auf der Bühne ihrer Schule zeigen werden, ist vielen ganz sicher bekannt“, sagt Michael Laurisch, Theaterlehrer und einer der vier Betreuer dieses Projekt. Gezeigt wird nämlich das Kindermusical „Der kleine Tag“, welches den Ursprung in der Geschichte des Lübecker Kinderbuchautors Wolfram Eicke hat, hat inzwischen schon Kultstatus. Zusammen mit Rolf Zuckowski und Hans Niehaus aus Groß Parin entstand daraus ein Kindermusical, aber eines, das nicht nur Kinder in seinen Bann zieht. Die Uraufführung des Musicals war am 30. November 2002 im Theater der Lutherstadt Wittenberg.

Sie gelten als helle Lichtwesen im Himmelszelt sind – die Tage in der Geschichte von Wolfram Eicke. Jeden Tag kommt einer von ihnen runter auf die Erde – aber jeder nur ein einziges Mal. Auf der Erde erleben sie die unterschiedlichsten Dinge, Krieg, Frieden, Erfindungen und so weiter. Und nun möchte der „kleine Tag“ auch endlich hinunter und ein ganz besonderer Tag werden, an den sich alle erinnern, und damit er beim allabendlichen Versammlung einen Platz in der ersten Reihe unter den besonderen Tagen bekommt. Doch für seinen Besuch auf der Erde ist erst der 23. April (im Original bei Eicke ist es der 23. Februar) des folgenden Jahres vorgesehen. Während er die Tage im Lichtreich mit Umherstreifen verbringt, trifft der „kleine Tag“ den „geheimnisvollen Tag“. Dieser hat zwar das Privileg, in der ersten Reihe zu sitzen, kann sich aber nicht entscheiden, ob er ein guter oder ein schlechter Tag war. Denn an dem Tag, als er auf der Erde war, wurde die Linse erfunden, der viele Menschen zwar hervorragende Erfindungen einerseits verdanken. Doch mit der Linse wurde auch das Zielfernrohr gebaut, womit sich die Menschen töten. Der „geheimnisvolle Tag“ versucht, dem „kleinen Tag“ zu erklären, dass es nicht wichtig ist in die erste Reihe zu kommen, sondern dass es nur darauf ankommt, man selbst zu sein.

Als der „kleine Tag“ seinen Tag auf der Erde hat, erlebt er nur Positives. Dass Menschen sich Meinungsverschiedenheiten beilegen, sich nette Sachen sagen, sich lieb haben, Spaß haben, lachen. Und der „kleine Tag“ freut sich immer wieder wenn er sieht, dass die Menschen an seinem Tag glücklich sind. Nachmittags trifft er auf eine Familie, die ein Picknick macht und den Tag in Harmonie einfach nur so verlebt. Am Abend findet noch ein Konzert statt, an dem er gerne teilnähme, aber der „kleine Tag“ muss schon wieder zurück in das Lichtreich. Er ist total begeistert und erzählt seine Erlebnisse in der großen Festrunde. Aber die anderen finden nicht, dass es ein toller Tag war, weil ja nichts Besonderes passiert ist. Ab sofort muss der „kleine Tag“ beim Festmahl in der letzten Reihe sitzen. Der „kleine Tag“ ist sehr traurig und verständnislos.

Ein Jahr vergeht bis zum nächsten 23. April. Als der dafür zuständige Tag von seiner Reise zurückkommt, erzählt er von großen Festen überall auf der Erde und dass die Menschen den 23. April mit Tänzen und Gesängen feiern würden. Die anderen Tage sind voller Bewunderung für den Erzähler, bis dieser erklärt, dass nicht er der Auslöser für die Feste sei, sondern dass die Menschen feiern würden, weil im vergangenen Jahr am 23. April auf der Erde überhaupt nichts Schlimmes geschehen ist, keine Kriege, keine Katastrophen, keine Hungersnöte. Es war der Tag des Friedens und der Versöhnung. Und so stellt sich der „kleine Tag“ im Nachhinein als etwas ganz Besonderes heraus – in der Geschichte – und damit auch auf der Bühne der Cesar-Klein-Schule.

Kurz vor der Premiere gilt der Dank vor allem den die vier Sponsoren, ohne die dieses Musical auf der Bühne der Cesar-Klein-Schule nie Realität werden würde: die Ulbrich-Stiftung aus Timmendorfer Strand, vertreten durch Heidrun Ulbrich, das Bestattungsunternehmen Holger Markmann aus Techau, die Optiker-Firma Brillen-Lipski von Udo Lipski in Ratekau sowie die Bürgerstiftung Ratekau. 3000 Euro haben die Sponsoren insgesamt beigesteuert, um unter anderem mehrere mehrtägige Probenfahrten in die Region – unter anderem nach Plön – zu finanzieren. Dafür dürfen die Sponsoren vorab schon mal einen Blick hinter die Kulissen und auf das Stück werfen. „Ohne die Sponsoren hätten wird das Musical nicht realisieren können“, sagt Laurisch. Generalprobe ist am kommenden Dienstag – einen Tag vor den großen Auftritt. Mächtig nervös sind aber jetzt schon alle – bis der Vorhang aufgeht für die Premiere am 7. November in der Cesar-Klein-Schule. Weitere Termine sind am 8. 13. und 14. November. Die rund eineinhalbstündige Aufführung beginnt immer um 19.30 Uhr. Eine Karte kostet vier Euro. Ab sofort sind diese zu erwerben immer den großen Pausen im Sekretariat der CKS oder zu reservieren per Mail an musical@cks-ratekau.de

Doreen Dankert

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