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Ostholstein Musikfestival in der Kirche: „Saxophonie“
Lokales Ostholstein Musikfestival in der Kirche: „Saxophonie“
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20:10 10.08.2015
Tritt in Burg auf: Harriet Krijgh (Violoncello) mit dem Signum Saxophone Quartet. Quelle: Nancy Horowitz (hfr)
Burg a. F

Jahrelang war die Insel beim Schleswig-Holstein Musik Festival ein beharrlicher weißer Fleck. Doch im 30. Jahr taucht Fehmarn endlich auf der SHMF-Karte auf — und das sogar doppelt. Nach dem fulminanten Auftakt im Juli in der Scheune auf Hof Johannisberg folgt kommende Woche bereits das zweite Gastspiel. Es verspricht auch diesmal ein großes Kulturereignis zu werden.

Musikalisch ist es jedoch der totale Kontrast zu „Sekt, Frack und Rock‘n‘Roll“ mit dem Musik-Comedy-Trio „Bidla Buh“. Statt Gartenschlauch-Trompete und ähnlich skurrilem Bühnenprogramm erklingt am Montag, 17. August, in der Burger St.-Nikolai-Kirche ein Abendkonzert mit der Niederländerin Harriet Krijgh (Violoncello) und dem Signum Saxophone Quartet.

Unter dem Motto „Saxophonie“ interpretieren sie auf Fehmarn ausgewählte Werke von Peter I. Tschaikowsky, der in diesem Jahr im Fokus der SHMF-Komponisten-Retrospektive steht. Außerdem sind Werke unter anderem von Alexander Glasunow und Astor Piazzolla zu hören.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr in der über 775-jährigen Burger St.-Nikolai-Kirche. Als Spielstätte stand sie zu Zeiten der Justus- Frantz-Intendanz von 1986 bis 1994 viele Jahre vergebens auf der Festival-Wunschliste.

Ungewöhnliche Akzente setzen jedoch auch diese Musiker: „Wenn‘s jetzt Doppelgriffe gibt oder irgendwelche speziellen Effekte, die jetzt nur auf Streichinstrumenten möglich sind, heißt das ja nicht, schade, das können wir nicht spielen. Nein, wir haben einfach ganz andere Möglichkeiten, die die Leute noch nicht kennen und mit denen wir vielleicht noch eine viel krassere Wirkung rausholen können“, erklärt ein Mitglied des Signum Saxophone Quartet das anhaltende Erfolgsgeheimnis.

In der Tat verblüfft das Ensemble mit den erstaunlichsten Klangwirkungen, so Fehmarns Veranstaltungsleiterin und Musikwissenschaftlerin Dr. Andrea Susanne Opielka. Manchmal muss das Publikum erst mehrfach hinhören, um hinter dem außergewöhnlichen Klangbild die Saxophone zu identifizieren.

Die Musiker schlüpfen bei ihrem Fehmarn-Auftritt in die unterschiedlichsten Rollen. So spielen sie ein Originalwerk für Saxophonquartette sowie zwei Werke für Streichquartette. Und sie begleiten — in der Funktion eines Klaviers oder Orchesters — die Cellosolistin Harriet Krijgh. Opielka: „Ein Wechselspiel der ganz besonderen Art.“

Im Anschluss an das Konzert lädt der Beirat des Festivals noch zu einem gemütlichen Ausklang des Abends ein. Für das leibliche Wohl sorgt die Burg-Klause (ist im Eintrittspreis nicht enthalten).

Es gibt noch Restkarten
Restkarten für den SHMF-Konzertabend „Saxophonie“ am Montag,
17. August, ab 20 Uhr in der Burger St.-Nikolai-Kirche gibt es für zehn Euro in der Buchhandlung Niederlechner (Burg, Am Markt 7) oder online unter www.shmf.de.



Im Anschluss an das Konzert lädt der Beirat des Festivals noch zu einem gemütlichen Ausklang des Abends ein. Für das leibliche Wohl sorgt das Team von Peter Wolf aus der „Burg-Klause (ist im Eintrittspreis nicht enthalten).

Gerd-J. Schwennsen

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