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Ostholstein „Mutter(un)glück“ — ein großes Tabuthema
Lokales Ostholstein „Mutter(un)glück“ — ein großes Tabuthema
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20:23 22.10.2013

Es ist noch immer ein großes Tabuthema: „Mutter(un)glück“. Fehmarns Landfrauen greifen es am Donnerstag, 24. Oktober, um 19 Uhr im Hofcafé Klausdorf auf. Es geht um Frauen, die nach der Geburt ihres Kindes in scheinbar grundlose Traurigkeit fallen.

Vorgestellt wird die Arbeit von „MutterSeelenAllein“, dem Verein zur Förderung der therapeutischen Mutter-Säuglingsbehandlung in Ostholstein. Referenten sind Dr. med Wolf-R. Jonas (ärztlicher Direktor der Ameos Kliniken) und Diplom-Pädagogin Tatjana Hof (Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin von der Insel Fehmarn). Sie sprechen darüber, dass Frauen nicht immer Schwangerschaft und Geburt als unbeschwert und schön erleben. Statt des erwarteten Mutterglücks können sich Traurigkeit, Überforderung und Bindungs-Beeinträchtigungen zum Kind einstellen. Doch aus Scham fällt es vielen Frauen schwer, sich anderen Menschen anzuvertrauen. Die Folge: Seelische Erkrankungen im Wochenbett sind immer noch ein Tabuthema.

Dabei wird davon ausgegangen, dass zehn bis 20 Prozent der Mütter an einer behandlungsbedürftigen Depression im Wochenbett leiden. Der Vortragsabend auf Fehmarn soll zu einem offenen Umgang mit diesem Thema beitragen — und zugleich auf die guten Behandlungsmöglichkeiten für betroffene Frauen hinweisen.

gjs

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