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Ostholstein Nach Busfahrer-Angriff: Vater verteidigt Sohn
Lokales Ostholstein Nach Busfahrer-Angriff: Vater verteidigt Sohn
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21:16 30.08.2013

Nach dem Bericht über den Angriff eines 13-jährigen Schülers auf einen Busfahrer meldet sich jetzt der Vater des nicht strafmündigen Täters zu Wort. Die Vorfälle an sich, wonach sein Sohn vor gut zwei Wochen auf der Heimfahrt aus Lensahn den Fahrer des Schulbusses in den Rücken getreten habe, bestreite er nicht. Allerdings sei das nur „die halbe Wahrheit“.

Demnach werde sein Sohn seit Jahren von Mitschülern gemobbt. Regelmäßig werde er auch an der Bushaltestelle gestoßen, getreten und sogar bespuckt. Dies würden andere Schüler mit dem Handy aufnehmen und damit prahlen. Eines dieser Videos sei sogar kurzzeitig bei Youtube zu sehen gewesen, erklärt der Vater die Situation seines Sohnes. Alle Versuche, die Probleme über die Schule zu klären, seien gescheitert. „Auch an dem Tag des Vorfalls ist mein Sohn an der Bushaltestelle wieder extrem geärgert worden“, sagt der Vater des Täters. Das entschuldige zwar nicht das Verhalten seines Sohnes, mache es aber seiner Meinung nach nachvollziehbarer. „Es kann doch nicht sein, dass mein Sohn über Jahre traktiert wird und jetzt wie der schlimmste Junge auf Erden dasteht.“ Nach Informationen des Vaters habe die Schule nach dem LN-Bericht zumindest was die Situation an der Bushaltestelle angehe, reagiert. Dort stehe seit wenigen Tagen eine Art Haltestellenaufsicht.

Die Schule weist die Vorwürfe zurück. Man habe alle Werkzeuge „die die schulische Werkzeugkiste hergebe“ wie Schulsozialarbeiter oder Anti-Aggressions-Training genutzt. Leider ohne Erfolg, sagt Bernd Ziemens, Schulleiter der Grund- und Gemeinschaftsschule Lensahn. Bürgerarbeiter der Gemeinde stünden seit Schuljahresbeginn an den Bushaltestellen. Das sei in jedem Jahr zum Schuljahresbeginn so. Ein Zusammenhang mit den Vorfällen im Bus Mitte August bestehe nicht.

Widersprüchliche Aussagen gibt es über die Folgen des Angriffs für den Busfahrer. So behauptet der Vater, dass der Busfahrer bereits zwei Tage nach dem Vorfall wieder hinter dem Lenkrad des Busses gesessen habe. Das Busunternehmen Kähler weist diese Aussage hingegen zurück. Der verletzte Mitarbeiter habe zehn Tage lang nicht fahren können.

hm

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