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Ostholstein Nach Feuer in Testorf: Welle der Hilfsbereitschaft angerollt
Lokales Ostholstein Nach Feuer in Testorf: Welle der Hilfsbereitschaft angerollt
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21:13 20.10.2017
Tim Burmeister blickt auf die völlig zerstörte Lagerhalle. Winterfutter und Fahrzeuge wurden allesamt vernichtet.
Testorf

„Es ist überwältigend, damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Das Telefon stand nicht still. Wir mussten die Hilfsangebote jetzt erst einmal alle sammeln und werden nach und nach zurückrufen“, berichtet Tim Burmeister. Da der komplette Futtervorrat für den Winter vernichtet wurde, sei es jetzt erstmal wichtig, Heu und Stroh für die Tiere zu bekommen.

Der Großbrand in der Nacht zu Mittwoch auf dem Hof der Familie Burmeister in Testorf hat die 22 mal 42 Meter große Halle völlig zerstört. Vernichtet wurde das Heu- und Strohlager und der gesamte Fuhrpark. Ein Hilferuf via soziale Medien brachte aber eine enorme Unterstützung.

Die Ernte sei dieses Jahr generell nicht sehr gut gewesen und nun sei alles weg. Rund 120 Kühe sowie 25 Pferde hat die Familie. Ein erster Transport mit 48 Quaderballen Stroh von Bekannten kam bereits am Donnerstag auf den Hof gerollt. „Das werden wir nun erstmal zum Einstreuen nutzen“, erklärt Tim Burmeister im LN-Gespräch.

Die jetzt bei dem Feuer völlig vernichtete Halle stand noch keine sechs Jahre. Den Flammen zum Opfer fielen zudem fast alle Fahrzeuge. „Zwei Trecker, ein Heukehrer, ein Siloballen-Wickler, ein Düngestreuer, drei Ballenwagen, . . .“, fängt Tim Burmeister an aufzuzählen. Nur sein „Schätzchen“, ein großer Schlepper, habe „überlebt“: „Mit Glück, denn er kam erst gerade beim Ausbruch des Brandes auf den Hof gefahren.“

Ein Dorfbewohner habe das Feuer gegen 20 Uhr entdeckt und bei seinem Vater angerufen, berichtet Tim Burmeister von den Geschehnissen am Dienstag. Sie hätten noch versucht, das Schlimmste zu verhindern und den Trecker, der den Brand wohl verursachte, aus der Halle herauszubringen. Doch es war zu spät. Das Übergreifen der Flammen auf die mit Strohballen gefüllte Scheune konnte nicht verhindert werden. „Jetzt sieht es hier eher aus wie auf einem Truppenübungsplatz“, sagt Burmeister. Die Familie wartet nun darauf, dass Polizei und Feuerwehr die Brandstelle freigeben, damit sie sich ans Aufräumen machen kann. Da auch noch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach war, handelt es sich dabei um viel Sondermüll, der vorrangig weggeschafft werden müsse.

Aufruf bei Facebook: „Hilfe – Spendenaufruf nach Großbrand für Testorf“

Von Markus Billhardt

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