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Ostholstein Nach LGS-Ende: Für Eutin geht es jetzt erst richtig los
Lokales Ostholstein Nach LGS-Ende: Für Eutin geht es jetzt erst richtig los
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09:54 05.10.2016
Mit Tretbooten und SUPs kamen Mitglieder der DLRG Eutin in die Stadtbucht und begleiteten die Staffelübergabe vom Wasser aus. Quelle: Fotos: Benthien

 „Ein wunderbares Sommerfest geht zu Ende. Wir haben gezeigt, dass wir ein guter Gastgeber sind. Und wir wollen jetzt an die Besucherzahlen der Ostsee-Orte anknüpfen, die seit Jahren im Aufwind sind“, sagte Eutins Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos).

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Vom Schloss bis zum Seepark wanderte der Staffelstab-Spaten, bis ihn schließlich die LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt (v. r.) und Martins Klehs an Dieter Holst und Carsten Behnk abgaben.

Die LGS habe Eutin nach vorn getrieben, sie sei der Turbo der Stadtentwicklung gewesen. Über 90 Prozent der Areale blieben erhalten, „der Seepark, die Stadtbucht, der Küchengarten, das Gelände am Bauhof“, zählte Behnk auf, der findet: „Wir haben viele lauschige Plätze dazugewonnen.“ Er dankte den LGS- Geschäftsführern, Bernd Rubelt und Martin Klehs, dem Aufsichtsrat sowie seinem Vorgänger Klaus-Dieter Schulz und den Stadtvertretern für den Mut, dass Eutin sich um die Gartenschau beworben habe.

„Es war einer der bedeutendsten Entschlüsse, den die Stadtvertretung je getroffen hat“, pflichtete ihm Bürgervorsteher Dieter Holst bei. Er sprach auch die Vorbehalte von Bürgern gegenüber der Großveranstaltung an. Einige hätten diese bedauerlicherweise bis heute beibehalten, andere seien gekommen und hätten sich überraschen lassen. „Und sie haben immer wieder Neues auf der LGS entdeckt“, so Holst.

Für Dr. Gerald Finck (Gartenbaureferent im Umweltministerium) war Eutin 2016 zweifellos eine der Hauptattraktionen im Land und „ein spannender, farbenfroher Zwischenschritt auf dem Weg der Stadtentwicklung“. Kreispräsident Ulrich Rüder stimmte zu, schon allein aufgrund der vorangebrachten Stadtsanierung sei die Landesgartenschau ein Erfolg gewesen. Er hob noch einmal die Vielfalt der Angebote hervor, bei denen ihn besonders „Plietsch Grün – hier wächst das Wissen“ beeindruckt hätten. Auch 96 Prozent zufriedene Gäste sprächen für sich, sagte Rüder. Den Fachleuten habe die Mitwirkung an der LGS viel Freude gemacht, berichtete Mirko Martensen, Präsident des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein, der ergänzte: „Wir haben einen Aufbruchsprozess mitbefeuert.“

Ein wenig Wehmut war Geschäftsführer Martin Klehs anzumerken, der sich „von einer Zeit, reich an Menschen, Erlebnissen und Emotionen“ verabschiedete. Sein Team werde ihm fehlen – die Verträge der 16 Frauen und Männer aus der LGS- Gesellschaft laufen ab sofort nach und nach aus. Er könne 70 Seiten Danksagungen verlesen, drohte Bernd Rubelt, beschränkte sich dann aber auf einige wenige. So dankte er stellvertretend Fachplanern und Fachfirmen, die die LGS über fünf Jahre begleitet hätten, den städtischen Betrieben mit dem Bauhof und seinen Mitarbeitern im Fachbereich Bauen. Auch die Bürger, die sich von Anfang an am Projekt beteiligt haben, vergaß er nicht: „Das hat uns getragen!“ In einem Jahr sei eine Gesamtinvestition von 20 Millionen Euro getätigt worden, 7,5 Millionen davon seien Eigenanteil der Stadt, erinnerte Rubelt. „Es hat sich gelohnt. Hier ist viel, was die Gartenschau überdauert.“

Symbolisch wurde im Anschluss an die Feierstunde auf der Hauptbühne am Schloss der Staffelstab von der LGS an die Stadt Eutin zurückgegeben. Vertreter von Vereinen, Verbänden, Ehrenamtlern, LGS-Mitarbeitern, geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur bildeten eine Menschenkette bis zur Bühne im Seepark und reichten den Staffelstab – den Spaten, mit dem im September 2014 an der Oldenburger Landstraße der erste Spatenstich für die LGS getan wurde – weiter. Bürgermeister Behnk, der ihn in Empfang nahm, ahnte, was damit auf ihn zukommt: „Damit darf ich die Suppe der restlichen Stadtsanierung auslöffeln.“  Kommentar Seite 12

Tägliche Patrouille

Das Fazit der Polizei nach 159 Tagen LGS ist überschaubar: Insgesamt wurden 70 Anzeigen zu Delikten wie Diebstahl, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung geschrieben, zudem gab es Farbschmierereien und einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Nach Angaben eines Sprechers seien täglich Fußstreifen auf dem Veranstaltungsgelände gewesen. Das Team um Polizeihauptkommissar Christian Ohlf habe dabei kurzweilige Gespräche geführt.

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