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Ostholstein Nach Stromausfällen in Oldenburg: Schwachstellen im Netz repariert
Lokales Ostholstein Nach Stromausfällen in Oldenburg: Schwachstellen im Netz repariert
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20:55 07.09.2016
Hier im Kabelgraben lag Ende Juni die Ursache für den ersten „Erdschluss“ in Oldenburg: der Kremsdorfer Weg/Ecke Schweriner Allee. Quelle: Fotos: Hfr

Die grauen Gehwegplatten liegen säuberlich gestapelt am Straßenrand, rot-weiße Absperrungen sichern die Baustelle: In Oldenburg wird derzeit eifrig gearbeitet, um rechtzeitig vor dem Winter die Stromversorgung von Einwohnern und Gewerbebetrieben nachhaltig zu sichern. Schwerpunkte sind dabei die in der Erde verlegten Kabel im Bereich des Kremsdorfer Weges und der angrenzenden Schweriner Allee. Hier hatten so genannte Erdschlüsse im Juni dieses Jahres für Stromausfälle gesorgt – jetzt machen die Stadtwerke Oldenburg in Holstein GmbH die sprichwörtlichen „Nägel mit Köpfen“.

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Stadtwerke machten jetzt Nägel mit Köpfen: Alles soll wieder winterfit und für Stürme gewappnet sein – „Stromnetz auf aktuellem Stand der Technik“.

Wie berichtet hat das Oldenburger Versorgungsunternehmen mit Beginn des Jahres 2016 das Stromnetz von der Schleswig-Holstein Netz AG in ihre eigene Regie übernommen. Die Leitungen sind zum Teil mehrere Jahrzehnte alt und entsprechend anfällig für Störungen. Bereits im Juni hatte Stadtwerke-Prokurist Marc Mißling angekündigt, so schnell und umfassend wie möglich erhebliche Mittel aufzuwenden, um alle Bereiche auf den aktuellen Stand zu bringen und eine reibungslose Versorgung der Kunden zu gewährleisten.

„Und wenn wir schon dabei sind, dann auch gleich richtig“, betonte André Botsch als verantwortlicher Techniker vor Ort, „wir legen alles an Kabeln in die Erde, was für eine moderne Versorgung nötig ist – von den Nieder- und Mittelspannungskabeln über Steuerkabel bis hin zu Leerrohren für den zukünftigen Bedarf.“

Die Kunden der Stadtwerke Oldenburg in Holstein GmbH merken von den umfangreichen Sanierungsarbeiten gar nichts; sie erhalten ihren Strom über eine Art Umleitung. In rund zwei Wochen wollen die Handwerker fertig sein, entsprechend günstiges Wetter vorausgesetzt. Dann liegen die Gehwegplatten wieder dort, wo sie hingehören.

Mit der Buddelei am Kremsdorfer Weg und der Schweriner Allee ist es allerdings nicht getan. Zeitgleich widmeten sich die Fachleute auch einer Freileitung im Oldenburger Bruch. „Hier geht es in erster Linie um die Wintersicherung“, erklärt der Technische Leiter Christian Kulessa. „Seit rund acht Jahren stand ein Strommast auf einer Wiese in der Nähe des Bahnhofes ziemlich schief. Man soll ja bekanntlich keine funktionierenden Systeme verändern – aber so konnte das unserer Ansicht nach nicht bleiben. Das Risiko wäre zu groß, dass der nächste Wintersturm den Mast doch umknickt und dann mehrere Gewerbebetriebe des Sebenter Weges ohne Strom wären. Wir wollen diese Leitung zwar möglichst innerhalb der nächsten zwei Jahre unter die Erde bringen, aber auch bis dahin musste hier etwas geschehen. Also haben wir den Mast wieder in die Senkrechte gerückt.“ Außerdem wurden im Zuge einer umfassenden Leitungsprüfung im Bereich des Bruches an mehreren Masten die Isolatoren ausgetauscht und andere Wartungsarbeiten vorgenommen. Kulessa: „Die Herbststürme und der Winter können kommen.“ Natürlich gebe es keine Gewähr dafür, dass keine weiteren Schwachstellen im Netz vorhanden sind. Die Schwachstellen in den Leitungen seien aber beseitigt, und das Netz auf dem aktuellen Stand der Technik.

LN

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