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Nach dem Feuer im "Nautic": Wiederaufbau in Timmendorf

Timmendorfer Strand Nach dem Feuer im "Nautic": Wiederaufbau in Timmendorf

Der Brand hat auch die Strandpassage in Mitleidenschaft gezogen. Die Sanierung läuft auf vollen Touren.

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Blick vom Timmendorfer Platz: So sieht es derzeit in der Strandpassage aus.

Quelle: Sabine Latzel

Timmendorfer Strand. Derzeit gibt es diverse Baustellen in Timmendorfer Strand, eine der größeren ist kaum zu sehen, da sich das Geschehen drinnen abspielt: Nach dem Großfeuer im „Nautic“ wird die benachbarte Strandpassage saniert. Gebrannt hatte es am Morgen des 26. Oktober – und bereits am 27. Oktober liefen die Wiederaufbauarbeiten an, sagt Passagen- Chef Heinz Meyer. Sein ehrgeiziges Ziel: die Wiedereröffnung noch in diesem Jahr.

Seit mehr als 30 Jahren ist Heinz Meyer Mieter der Strandpassage. Dort sind die Geschäfte „M. Woman“, „Gaastra“, „Wind Sportswear“, „Bugatti“, „Man-Shop“ und das Schuhhaus Meyer zu finden.

„Wir wollen am 18. Dezember wieder öffnen. Heinz Meyer

Betreiber der Strandpassage

Alles Mode

2 Millionen Euro beträgt nach Angaben von Heinz Meyer die Höhe des Sachschadens, den Ruß und Löschwasser in der Strandpassage angerichtet haben.

Aus den noch offenen Decken hängen Kabel. In beinahe jeder Ecke stehen dicke Rollen Dämm-Material, in jedem Raum finden sich Handwerker. Bis zu 30 Leute seien täglich im Einsatz, berichtet Meyer, „sieben Tage die Woche“. Sie haben reichlich zu tun. „600 Quadratmeter werden kernsaniert“, erklärt Meyer. „Alles muss neu gemacht werden – die Böden, die Wände, die Decken.“

Dabei hat es in der Passage selbst gar nicht gebrannt – vor zehn Jahren wurde eine neue Brandschutzmauer zum „Nautic“ hin errichtet, eine Investition, über die Meyer aus heutiger Sicht heilfroh ist.

Dennoch sind die Schäden, die Ruß und Löschwasser angerichtet haben, gewaltig. Betroffen ist die gesamte Hälfte der Passage, die an die ehemalige Disco angrenzt. Meyer schätzt die Gesamthöhe des Schadens auf zwei Millionen Euro. Bislang sei alles von der Versicherung abgedeckt, diesbezüglich würden aber auch noch Gespräche laufen.

Die Räume der Mode-Geschäfte „Gaastra“, „Wind Sportswear“ und des Schuhhauses Meyer sowie die der Verwaltung und das Zentrallager im ersten Stock der Passage wurden entkernt. Verschont blieben immerhin die Einrichtungen von „Bugatti“ und dem „Man-Shop“. Komplett abtransportiert wurde nach Angaben von Meyer allerdings die Ware aus der Passage: „16000 Artikel im Wert von 600000

Euro.“ Kleidungsstücke und Schuhe würden aber nicht weggeworfen, sondern von einem Unternehmen übernommen, geprüft und dann verkauft, wenn sie noch zu gebrauchen seien.

Von der aktuellen Zwangspause betroffen sind auch die 46 Mitarbeiter der Passage. „Es wird aber niemandem gekündigt“, betont Meyer. Die Angestellten würden jetzt an anderer Stelle eingesetzt und seien zudem damit beschäftigt, neue Ware zu beschaffen und auszuzeichnen. Sie arbeiten zusammen mit ihrem Chef dem ambitionierten Ziel entgegen: „Wir wollen am verkaufsoffenen Sonntag, 18.

Dezember, wieder öffnen“, kündigt Meyer an. Daran werde man alles setzen, sagt er. „Das ist wichtig für den Ort, und wir wollen, dass die Passage so schnell wie möglich im alten Glanz erstrahlt.“

Die meisten der übrigen Geschäfte im „Nautic“-Komplex haben mittlerweile schon wieder geöffnet. Geschlossen sind noch ein Laden für Dessous und der Optiker, der direkt neben dem „Nautic“-Eingang liegt. „Dort wird so bald wie möglich die Decke erneuert, damit auch dieses Geschäft wieder öffnen kann“, sagt „Nautic“-Pächter Philipp Klein-Dohse, der vor dem Brand erhebliche Summen in die Renovierung der Disco gesteckt und das Restaurant „Nautic Garden“ bereits wieder an den Start gebracht hatte.

Nachdem der erste Schock verklungen ist, plant Klein-Dohse jetzt, mit dem „Nautic“ ganz neu anzufangen. „Der Bereich hinter den Ladengeschäften muss bis auf die Grundplatte abgetragen werden“, erklärt er. Die Abrissarbeiten sollen demnach in zwei Wochen beginnen. Anschließend solle das Lokal vollständig neu gebaut werden. „Realistisch ist wohl, dass wir damit bis zur Saison 2018 fertig werden“, meint Klein-Dohse. Aufgeben wolle er jedenfalls nicht: „Es muss weitergehen.“

 Sabine Latzel

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