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Ostholstein Nachwuchs nimmt Ostsee unter die Lupe
Lokales Ostholstein Nachwuchs nimmt Ostsee unter die Lupe
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22:12 28.07.2017
Urlauberkind Aurelia hat zwei Seesterne gefunden und bewahrt sie zunächst in ihrem Lupenbecher auf. Danach zeigt ihr Studentin Franziska Frank den Blasentang mit den „Knubbeln“. Quelle: Fotos: Christina Düvell-Veen
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Timmendorfer Strand

Sand und Wasser, aber auch Pflanzen und Tiere in der Ostsee lernten die 150 Kinder in Timmendorfer Strand kennen, die an der Aktion „Mein mobiles Küstenlabor“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teilnahmen. Das Thema lautete „Meeresforschung“.

Das mobile Küstenlabor ist auf Sommertour – 150 Kinder gingen in Timmendorf auf Entdeckungsreise.

Das Ministerium hatte es gemeinsam mit der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ zum Wissenschaftsjahr 2016/17 herausgegeben. Das, was Erwachsene Biodiversität, also biologische Vielfalt, nennen, entdeckten die sechs- bis zwölfjährigen Forscher ganz praktisch selbst mit Becherlupe und Kescher. Beides fanden sie in einem Stoffbeutel, den sie zu Beginn ihrer etwa 20-minütigen Strandwanderung geschenkt bekamen. Außerdem konnten sie an einem Gewinnspiel teilnehmen, und für zu Hause gab es noch eine Forschungsanleitung mit Anregungen für weitere Stranderkundungen.

In Timmendorfer Strand nahmen drei Studentinnen die kleinen Forscher mit an den Strand. Anna Ruppel (21) aus Fulda war eine von ihnen. Sie studiert Geowissenschaften und war ganz erstaunt über die kleinen Forscher: „Viele wissen schon viel mehr als so mancher Erwachsener.“ Und welches ist die am häufigsten gestellte Frage? Anna Ruppel muss nicht lange überlegen: „Leben die Muscheln noch?“ Ihre stets klare Antwort: „Nein!“

Ebenso wie Anna Ruppel erkundigt sich auch Franziska Frank bei jeder Tour zunächst: „Wer macht denn von euch hier Urlaub?“ Da gehen dann die meisten Finger in die Höhe. Zu diesen Urlauberkindern gehörte auch Aurelia aus dem Vogtland (Sachsen). Eigentlich wollte die Siebenjährige ganz besondere Muscheln finden. Doch dann plötzlich: „Was ist denn das?“ Ein Seestern. Und dort noch einer.

Anna Ruppel hatte vorher schon erzählt: „Es überrascht selbst uns, dass es hier in Timmendorfer Strand so viele Seesterne gibt. Gleich in der ersten Stunde fanden wir vier Stück. Wahrscheinlich hängt das auch mit dem derzeit herrschenden Wetter zusammen.“

Franziska Frank fischte danach ein Stück Blasentang aus der Ostsee und fragte in die Runde: „Wisst ihr, was in den Knubbeln ist?“ Der Forscher-Nachwuchs kam schnell drauf: „Kein Sand, sondern ganz einfach Luft.“ Und dann gab noch diese langen glitschigen Dinger. „Das ist Seegras“, erfährt die kleine Gruppe. Und noch mehr: „Es ist so lang, weil es hier im Wasser ja niemand mähen kann.“

Die Sommertour „Mein mobiles Küstenlabor“ hat das Team zunächst nach Zingst und Kühlungsborn geführt, ehe es in Timmendorf Station machte. Danach war Laboe an der Reihe. Am Dienstag, 1. August, geht es an die Nordsee, nach Schillig, Dangast und Cuxhaven. Abschluss der Aktion ist am 4. August in St. Peter Ording.

Meere und Ozeane

Im Wissenschaftsjahr 2016/17 mit dem Thema „Meeresforschung“ geht es um die Entdeckung der Meere und Ozeane, um ihren Schutz und um eine nachhaltige Nutzung.

Partner aus Forschung, Wirtschaft, Politik und Kultur unterstützen die Wissenschaftsjahre. Es soll deutlich werden, dass die Zukunft der Meere alle angeht – auch die Menschen im Binnenland.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wissenschaftsjahr.de.

Christina Düvell-Veen

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