Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Natur-Gruppe und Krippe: Mehr Betreuungsplätze für Oldenburg
Lokales Ostholstein Natur-Gruppe und Krippe: Mehr Betreuungsplätze für Oldenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:57 12.05.2016
Anzeige
Oldenburg

15 zusätzliche Kita- und zehn Krippenplätze sollen in Oldenburg entstehen, um den steigenden Betreuungs-Bedarf zu decken. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will das Gebäude im Weidenkamp umbauen, um dort bis Anfang 2017 Räume für weitere Krippenkinder zu schaffen. Schon nach den Sommerferien soll zudem voraussichtlich eine Naturkindergartengruppe ins Leben gerufen werden, die sich vorrangig auf dem Gelände des Wallmuseums aufhält. Nach langer Diskussion haben sich die Stadtvertreter in ihrer jüngsten Sitzung schließlich darauf verständigt, auch für das Angebot des Kinderschutzbundes (KSB) grünes Licht zu geben – unter der Bedingung, dass die Laufzeit der Naturgruppe zunächst auf drei Jahre befristet ist.

Aktuell sind laut Jörg Saba von der Stadtverwaltung alle 238 Regelbetreuungsplätze für Drei- bis Sechsjährige in Oldenburg belegt; für das kommende Kita-Jahr gebe es bereits Wartelisten. Der Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten hatte sich bereits im März geschlossen dafür ausgesprochen, einen Weg zu suchen, die Betreuungsplätze kurzfristig aufzustocken (die LN berichteten).

Darin waren sich die Fraktionen auch diesmal nach wie vor einig. Das Angebot des KSB befanden CDU und FDP allerdings schlichtweg als „zu teuer“. Den städtischen Zuschuss beziffert die Verwaltung auf rund 57800 Euro jährlich; bei 15 Kindern wären das fast 4000 Euro pro Platz.

Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) verteidigte das Vorhaben: Berücksichtige man die Besonderheiten der Natur-Gruppe, seien die Kosten angemessen. Zum einen dürfe die Gruppengröße – anders als in einer Regelgruppe mit 20 Kindern – nur bei 15 liegen, weshalb auch nur 15 Elternpaare Beiträge zahlten (164 Euro monatlich bei einer Betreuungszeit von 8 bis 13 Uhr). Zum anderen gelte für eine einzelne Gruppe ein Stellenschlüssel von 2,0 (bei Einrichtungen mit mehreren Kindergruppen sind es 1,5 Stellen). Eine vorwiegend draußen betreute Kindergruppe sei eine „gute Erweiterung des Betreuungs-Angebots“, so Voigt. Außerdem könne das Projekt kurzfristig umgesetzt werden.

In die gleiche Kerbe schlugen Annette Schlichter-Schenck (SPD) und Michael Schoer (FBO). „Wir brauchen eine kurzfristige Lösung“, warben beide für die Zustimmung zum KSB-Projekt, „es wäre sträflich, die Entscheidung noch einmal aufzuschieben.“

Dennoch müsse die Stadt das Angebot des Kita-Trägers „nicht um jeden Preis akzeptieren“, hielten Henning Meinecke (CDU) und Henning Andrees (FDP) dagegen. Die Konditionen müssten nachverhandelt und die Kosten für die Stadt gesenkt werden. Zumal das Wallmuseum auch kostenfrei sanitäre Anlagen und eine „Notunterkunft“ für extreme Wetterlagen zur Verfügung stelle.

Letztendlich einigten sich alle Fraktionen auf einen dreijährigen „Probelauf“ der Natur-Gruppe, sofern die Personalkosten für die zwei Teilzeitkräfte zusammen nicht mehr ergäben als die Kosten für 1,5 Vollzeitstellen. Zu diesen Rahmenbedingungen ist der Bürgermeister jetzt ermächtigt, einen Vertrag mit dem KSB zu schließen.

Für die Krippengruppe beim DRK gab es ebenfalls grünes Licht. Der städtische Zuschuss wird hier auf 51800 Euro pro Jahr beziffert, der monatliche Elternbeitrag je nach Betreuungszeit auf Summen ab 220 Euro. Dass hier zunächst das Gebäude umgebaut werden muss, ist laut Verwaltung zu verkraften: Der Bedarf ist laut Bürgermeister Voigt hier nicht ganz so dringend wie bei den Älteren;

bis zum Ende des Kalenderjahres würden die aktuellen Plätze voraussichtlich ausreichen.

Jennifer Binder

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die SPD Heiligenhafen lädt gemeinsam mit der FDP sowie Bündnis 90/Grüne zu einer Informationsveranstaltung über ein Thema, das seit langem in der Diskussion steht: „Unpolitische Straßennamen?

12.05.2016

Gestern überreichte die Bildungsministerin in Malente die Ernennungsurkunde / Lehrer und Schüler widmen sich der internationalen Verständigung.

12.05.2016

Eutiner Bauausschuss befasste sich mit der 2017 anstehenden Umgestaltung in der Bahnhofstraße.

12.05.2016
Anzeige