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Ostholstein Nautischer Verein feiert 20-jähriges Bestehen
Lokales Ostholstein Nautischer Verein feiert 20-jähriges Bestehen
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21:15 09.03.2016

Über die Aufgaben des Piraterie-Präventionszentrums der Bundespolizei See in Neustadt informierte Polizeihauptkommissar Klaus Wulf in seinem Festvortrag. Anlass war das Essen des Nautischen Vereins im Offiziersheim der Marine auf dem Wieksberg in Neustadt.

„Der Nautische Verein Neustadt in Holstein besteht jetzt 20 Jahre“, sagte Vorsitzender Jürgen Siemens und nahm dies zum Anlass, über die Themen der Vereinsarbeit zu berichten. Zu den nautischen Themenbereichen gehören unter anderem die Sicherheit des Seeverkehrs auf der Ostsee, auch in Hinblick auf den Bau des Fehmarnbelttunnels sowie die kommende neue Schiffsbesetzungsordnung.

Neustadts Bürgervorsteher Sönke Sela (CDU) überbrachte die Grüße der Stadt und freute sich, dass am Internationalen Frauentag zwei weibliche Gäste in der Runde vertreten waren. „Neustadt bleibt eine liebenswerte Hafenstadt“, betonte Sela zu den Plänen der neuen maritimen Nutzung des Hafens. Es werde ein Konzept für die Nutzung der Hafen-Westseite erarbeitet. „Leben und arbeiten im Hafen sowie die touristische Nutzung“ seien das Motto. Schiffe werde es im Neustädter Hafen immer geben.

Nikolai Woelki, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Nautischen Vereins von 1868, gab einen kurzen Abriss über die in diesem Jahr anstehenden Themen, darunter die geplante neue Schiffsbesetzungsordnung, die Fangverbote für die Freizeit- und Berufsfischerei in der Ostsee sowie die Sicherheit an Bord und auf See. Unter den Gästen war auch Hausherr Kapitän zur See Mathias Metz, Kommandeur des Einsatzausbildungszentrums Schadensabwehr der Deutschen Marine.

„An der Arbeit des seit dem 1. Februar 2010 bestehenden Piraterie-Präventionszentrums der Bundespolizei See in Neustadt sind zahlreiche Behörden aus Bund und Ländern beteiligt“, betonte Wulf in seinem Vortrag über die Präventionsmaßnahmen gegen die Piraterie auf den Weltmeeren, insbesondere vor Somalia, der afrikanischen Westküste und in Südostasien. „Im Schnitt dauern Entführungen vor Somalia sechs Monate, vor Westafrika etwa vier Wochen.“

Das Zentrum, so Wulf weiter, gebe den Reedereien Risikobewertungen. Außerdem werden Empfehlungen zum Krisenmanagement beispielsweise bei Angriff und Entführung von Besatzungsmitgliedern sowie über die Kommunikation mit der Bundespolizei im Ernstfall gegeben. Nach einem Angriff gelte es, die elektronischen Aufzeichnungen zu sichern, Fotos zur Dokumentation aufzunehmen und Beweismittel und Spurenträger zu sichern. Das Zentrum gibt Tipps zur technischen Prävention wie Schutz der Besatzungen, passive und aktive Abwehr der Angriffe. Ebenso werden Verhaltensgrundsätze trainiert.

Von gl

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