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Ostholstein Nautisches Essen, gewürzt mit Politik
Lokales Ostholstein Nautisches Essen, gewürzt mit Politik
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20:27 12.04.2016

Leckeres skandinavisches Büfett, dazu maritime Klänge vom Lotsengesangsverein „Knurrhahn“. Ausdrücklich begrüßte Gastgeber Johannes Wasmuth am Bass die einzige Frau des Kieler Chores, „die reizende Hilde“. Die Mischung stimmte wieder einmal beim traditionellen „Nautischen Essen“

Dazu gab‘s an Bord der „Deutschland“ einen kurzweiligen Festvortrag. Rüdiger Kruse, Beauftragter für die maritime Wirtschaft in der CDU/CDU- Bundestagsfraktion, zeigte sich zuversichtlich, dass Deutschland eine Schifffahrtsnation bleibe. Eine Exportnation ohne eigene Schiffe funktioniere auf Dauer nicht, weil dann die Logistik in andere Hände falle. Positive Signale gäbe es inzwischen aus dem Bundeswirtschaftsministerium: „Für Ex-Minister Brüderle hatte der Weinbau Zukunft, nicht die Schifffahrt.“ Und: Gestärkt werden müssten Forschung und Entwicklung, damit deutsche Reedereien bei der künftig weltweit steigenden Nachfrage nach „Green Shipping“-Ideen mithalten könnten.

Für die Vertreter aus Politik und Wirtschaft, ebenso aus Tourismus und der Seefahrt hätte es beim Nautischen Verein Vogelfluglinie fast sogar einen Überraschungsgast gegeben. Doch John Steen-Mikkelsen, einst erfolgreicher Scandlines-Chef und heute CEO der dänischen Reederei Færgen, war nicht mehr rechtzeitig von Kopenhagen nach Puttgarden gekommen. Auf ein Wiedersehen mit ihm hätten sich viele an Bord gefreut.

Erneut Thema war die feste Beltquerung. „Wir kümmern uns weiter um die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs auf der geplanten Baustelle“, so Wasmuth. Mit Blick auf den glücklichen Ausgang der Havarie des Megacarriers „Indian Ocean“ auf der Elbe betonte er: „Die Frage ist nicht, ob sich eine ähnliche Havarie bei uns vor der Haustür ereignen kann, sondern nur, wann sie sich ereignet.“

Ähnlich Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber (SPD): „Wir wissen alle nicht, wie die Zukunft im Fehmarnbelt aussieht.“ Umso wichtiger sei der nautische Sachverstand vor Ort.

Frank Wessels, Vorsitzender des Deutschen Nautischen Vereines, wandte sich ebenso wie Kruse gegen die geplanten Angel- und Fischerei- Verbote im Fehmarnbelt. In der Berufsfischerei seien sie sogar teilweise existenzgefährdend.

Von gjs

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