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Ostholstein Nebel jetzt offiziell weg – aber Immobiliendeal hat Nachspiel
Lokales Ostholstein Nebel jetzt offiziell weg – aber Immobiliendeal hat Nachspiel
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21:30 07.02.2018
Kellenhusen

In der Causa Nebel ging es um einen privaten Immobilienerwerb des Bürgermeisters. Diese Immobilie war zuvor auch der Gemeinde angeboten worden (die LN berichteten). Die Gemeindevertreter aus FWK und SPD hatten glaubhaft dargelegt, dass sich Nebel in dieser Angelegenheit nicht transparent und ehrlich verhalten habe. Ein Knackpunkt war, dass Nebel bis heute behauptet, es habe eine gemeindliche Abstimmung gegen einen Kauf des Grundstücks durch die Gemeinde gegeben. Doch darüber gibt es weder ein Protokoll noch einen Tagesordnungspunkt. Vorläufiger Höhepunkt war der Rücktritt Nebels vor zwei Wochen – und kurze Zeit später das Dementi. Jetzt ist das Aus von Nebel jedoch amtlich. Carsten Nebel selbst ist für die LN weiterhin nicht erreichbar.

Carsten Nebel bei seiner letzten Gemeinderatssitzung. Quelle: Foto: Mantik

Auch Parteifreund Klaus Steuck ist in diesem Zusammenhang als Gemeindevertreter zurückgetreten. Er sagt: „Ich bin vom Handeln Carsten Nebels tief enttäuscht.“ Er habe angesichts dieses „Eiertanzes“ das Vertrauen in die Politik verloren und sei daher auch aus Selbstschutz zurückgetreten. Aus der CDU hingegen sei er „noch nicht“

ausgetreten. Die Partei wird die Geschehnisse der vergangenen Wochen heute Abend bei einer Mitgliederversammlung aufarbeiten. Steuck hofft bei der Sitzung auf eine offene Aussprache, seine politische Zukunft wird auch vom Verlauf dieser Sitzung abhängen.

Elisabeth Lübker, Fraktionssprecherin der SPD, sagt zum Nebel- Rücktritt: „Gott sei dank ist es vorbei.“ Inhaltlich sei das Thema aber nicht abgehakt. Diese Auffassung teilt auch Gabriele Bossmann von den Freien Wählern Kellenhusen (FWK): „Es war nicht unser Ziel, dass der Bürgermeister drei Monate vor den Kommunalwahlen zurücktritt.“ Die FWK wolle nach wie vor das diskutierte Grundstück von Nebel für die Gemeinde Kellenhusen – oder zumindest eine richtungsweisende Entscheidung durch die Überprüfungsergebnisse der Kommunalaufsicht. „Wir werden wachsam sein, ob sich daraus Handlungsbedarf ergibt.“

Die nächste Gemeindevertreter- Sitzung findet Ende Februar statt. Dann soll es unter anderem auch um das geplante neue Gästezentrum gehen. Geleitet wird die Sitzung dann von Interimsbürgermeisterin Nicole Kohlert (FWK).

Von Peter Mantik

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