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Ostholstein Neue Details im Fall „Kärnan“
Lokales Ostholstein Neue Details im Fall „Kärnan“
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22:00 20.03.2015
Mit Hilfe eines Krans wird das Gerüst für „Kärnan“ aufgebaut. Die Fahrtstrecke wird 1235 Meter lang sein. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter
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Sierksdorf

Ob Varieté-Show, 4-D-Film oder kostenloses Internet — im Sierksdorfer Hansa-Park gibt es zur Saison 2015 einige Neuheiten. Die Aufmerksamkeit vieler Besucher dürfte sich aber auf eine Großbaustelle richten. „Kärnan“ heißt das Objekt, das seit Monaten Gesprächsthema in zahlreichen Achterbahn-Foren ist. Hinter dem Namen verbirgt sich ein 1235 Meter langer Hyper-Coaster. Der dazugehörige 4800 Tonnen schwere Stahlbetonturm ist von der Autobahn aus bereits zu sehen. Gestern erhielten etwa 30 deutsche und dänische Achterbahn-Fans Gelegenheit, an einer exklusiven Führung über das Areal teilzunehmen.

Mit dabei war auch Olaf Wendorff. Bislang sei er mit 600 verschiedenen Achterbahnen gefahren, erzählte der Kaltenkirchener: „Es ist spannend, hier einen Einblick zu kriegen.“ Er bemühe sich, seine Erwartungen an „Kärnan“ auf ein Minimum zu reduzieren. Auf jeden Fall aber müsse die Bahn spaßig sein. „Und sie muss ruhig fahren. Ich gehe davon aus, dass es gigantisch wird“, betonte er. Besonders freue er sich auf das Element in Herzform — einer der Streckenabschnitte für die jeweils 16 Sitze umfassenden Wagen.

Bald gibt es eine neue Attraktion im Hansa-Park Sierksdorf: Die Achterbahn "Kärnan" soll im Sommer eröffnen. Bilder von der Baustelle des Hypercoasters.

Bei dem Rundgang sickerte auch das ein oder andere neue Detail durch. Die Fahrt mit „Kärnan“ soll etwa dreieinhalb Minuten dauern. Dabei sind nach Betreiber-Angaben bis zu 127 km/h möglich. Einer der Höhepunkte dürfte sicherlich der bereits bekannte 67 Meter tiefe Fall zu Beginn werden. Die Frage, ab wann das Fahrgeschäft geöffnet ist, blieb gestern unbeantwortet. Angepeilt wird die Jahresmitte.

Einer der ersten Fahrer dürfte Thorsten Terschlüsen aus Escheburg sein. Er betreibt zusammen mit Olaf Wendorff einen Internetauftritt für Achterbahn-Fans. Die „Kärnan“-Baustelle beschreibt er als gewaltig. „Es wird mit die höchste Bahn in Deutschland. Wichtig ist für mich, dass sie Spaß macht. Es ist schön, dass ein Darkride-Teil dabei ist“, so Terschlüsen.

Damit der Koloss auch hält, wurden mehr als 300 Stahlbetonrohre im Erdreich versenkt. Aktuell läuft die Montage des Gerüstes. Zudem finden im Turm Kernbohrarbeiten statt. Die optische Gestaltung des Bauwerks soll erst 2016 fertig sein. Dann wird sich der Turm in eine Festung verwandelt haben und auch ein Königsplatz zu sehen sein.

• Ein Video und mehr Fotos sehen Sie auf www.LN-Online.de/Ostholstein.

Keine freie Sitzwahl
„Kärnans“ voller Name ist „Der Schwur des Kärnan — Hüte dich vor seinem Bann“. Der „Bann“ soll dann auch vor Antritt der Fahrt bestimmen, wer wo sitzt. Es gibt also keine freie Platzwahl.


Die Größen- und Altersvorgabe wird noch vom Tüv Süd festgelegt.


Im Turm gibt es acht Wartungsgänge auf acht verschiedenen Ebenen. Sie sind 166 Meter lang.


Ein Soundtrack wird eigens für die Bahn komponiert.


Der erste Absturz der Achterbahnfahrt soll senkrecht sein. Ebenso auch der vorherige Aufzug.

Sebastian Rosenkötter

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