Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Neue Pächter für Timmendorfer Projekte
Lokales Ostholstein Neue Pächter für Timmendorfer Projekte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:02 26.11.2013
Das Gelände für den künftigen Fischereihof am Hemmelsdorfer See ist weitgehend geräumt. Die historische Kate bekommt ein neues Reetdach.
Anzeige
Timmendorfer Strand

Die Pächter für zwei wichtige Tourismus-Projekte in der Gemeinde Timmendorfer Strand sind offenbar gefunden: Die Geschicke des Fischereihofes Hemmelsdorfer See wird die Firma Klüver leiten, die Ausschreibung für das Teehaus auf der Timmendorfer Seeschlösschen-Brücke hat die Lübecker Vivaldi AG für sich entschieden.

„Der Fischereihof passt supergut in unser Konzept“, freut sich Olaf Klüver, der geschäftsführende Gesellschafter der gleichnamigen Firma. Klüver betreibt die gleichnamige Hafenräucherei in Niendorf sowie das Brauhaus und Restaurant in Neustadt und hat seine Produktionsstätte in Gleschendorf. Das Unternehmen mit fast 80 Mitarbeitern hat im Oktober dieses Jahres 40-jähriges Jubiläum gefeiert.

Mit dem neuen Erlebnis-Fischereihof am Hemmelsdorfer See, auf dem ehemaligen Schierbaum-Gelände, kommen umfangreiche Aufgaben auf Klüver zu: ein Restaurant auf dem Wasser, eine gläserne Räucherei, Fischverkauf, ein kleiner Einzelhandel und eine Fahrradstation sollen betrieben werden. „Wir haben Erfahrungen mit Bedienungsgastronomie auf zwei Ebenen, mit dem Räuchern, mit der Selbstbedienungsgastronomie und mit dem Verkauf“, zählt Olaf Klüver auf. „Das wird eine runde Geschichte.“

Dass Klüver den Fischereihof pachten wird, ist wohl nur für die wenigsten Interessierten in der Gemeinde eine Überraschung — das Unternehmen war schon lange als aussichtsreichster Anwärter auf das ehrgeizige Projekt gehandelt worden.

2,7 Millionen Euro soll der Bau des Fischereihofes insgesamt kosten, 750 000 Euro Fördermittel kommen vom Land. Das Areal ist mittlerweile — bis auf die historische Fischerkate und die Räucherei, die bleiben sollen — geräumt. Mit den Arbeiten soll noch in diesem Herbst begonnen werden. Die Gemeinde hatte eine Fertigstellung im Juni 2014 angepeilt, diesbezüglich gibt sich Olaf Klüver aber vorsichtig. „Wir lassen das auf uns zukommen. Auf jeden Fall ist das eine tolle Lage.“

Auch nicht zu verachten ist die Lage des Teehauses, das derzeit auf der Timmendorfer Seeschlösschen-Brücke entsteht und für das am vergangenen Freitag Richtfest gefeiert wurde. Im Internet wird bereits nach Mitarbeitern für das Lokal im Teehaus gesucht — für das „Wolkenlos“, denn diesen Namen soll das Restaurant demnach bekommen (http://wolkenlos-tdf.de). Als Ansprechpartner wird Christian Kermel, Vorstandsvorsitzender der Lübecker Vivaldi AG für Hotelmanagement, genannt.

Laut Ausschreibung bietet das Restaurant 360 Quadratmeter Nutzfläche plus 70 Quadratmeter Terrasse und bis zu 160 Sitzplätze. „Teehaus“ müsse es nicht unbedingt heißen, war von Seiten der Gemeinde erklärt worden, wenngleich das Engagement des Investors Jürgen Hunke durch einen „Mikado“-Schriftzug gewürdigt werden solle.

Die Gemeinde hatte für den exklusiven Standort auf der neuen Brücke „gehobene Gastronomie“ gefordert, und die soll es in Form einer breiten Speisenauswahl geben. „Rezepte der pazifischen Küste ergänzen sich mit deftigen Steaks vom Barbecue“, heißt es auf der Internet-Seite.

„Genuss und Gemütlichkeit“ werden für das „Wolkenlos“ angekündigt, „locker, offen und ungezwungen“ soll es dort zugehen. Und zwar ab dem Wochenende 31. Mai/1. Juni, jedenfalls wenn es nach dem Countdown geht, der auf der Seite zu finden ist und der gestern noch 199 Tage bis zum Start vermeldete. Das deckt sich mit den Angaben der Gemeindeverwaltung, die als Eröffnungstermin den Juni 2014 genannt hatte.

Derzeit werden nach LN-Informationen die Pachtverträge weiter ausgearbeitet, endgültig zustimmen muss die Gemeindevertretung bei ihrer Sitzung am 17. Dezember. Bis dahin möchte sich Christian Kermel zum Teehaus nicht äußern.

„Der Fischereihof

passt supergut in unser Konzept. Das wird eine runde Geschichte.“
Olaf Klüver, Firma Klüver

Sabine Latzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Walter Ziegler aus Schashagen geht seit Jahrzehnten regelmäßig zum Blutspenden. Viermal pro Jahr darf er einen halben Liter abgeben. „Ich versuche seit mehr als 30 Jahren die Termine einzuhalten.

26.11.2013

Gegner und Befürworter des Belttunnels, aber auch Politiker und Behörden haben ab sofort Zugang zu den 19 Ordnern mit 10 200 Seiten Text.

26.11.2013

Bürgerstiftung Neustadt unterstützt Nachmittagsangebot.

26.11.2013
Anzeige