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Ostholstein Neue Spielplätze für Küstenkinder
Lokales Ostholstein Neue Spielplätze für Küstenkinder
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20:53 13.11.2017
Über Fische in der Ostsee und die Fischerei könnte ein solches Zaunelement am neuen Spielplatz in der Sydowstraße in Niendorf informieren. GRAFIK: URTE SCHLIE
Niendorf

Wie in Niendorf künftig gespielt wird, hat die Zielgruppe selbst bei einer Kinder- und Jugendbeteiligung maßgeblich bestimmt und einen „maritimen Spielplatz“ zusammengestellt. Umgesetzt hat diese Vorgaben die Landschaftsarchitektin Urte Schlie, die Mitglieder des Sozialausschusses gaben jetzt grünes Licht für die Planung des Projektes, das den einstigen Spielplatz an der Sydowstraße ersetzen soll. Er hatte zugunsten der neuen Verkehrsspange zwischen B 76 und Strandstraße und des neuen Supermarktes weichen müssen.

Der neue Spielplatz wird ebenfalls nahe der Sydowstraße gebaut – für 130000 Euro, wobei Fördermittel von der Aktiv-Region kommen könnten, da er sich laut Beschlussvorschlag „von gewöhnlichen Spielplätzen mit Leuchtturm und Piratenschiff abhebt“. Das soll durch Konzentration auf die Themen Fischerei und Ökosystem Ostsee geschehen – konkret durch: eine Knotenstation, an der die Kinder den Palstek oder den Kreuzknoten üben, und ein Angelspiel, bei dem sie einen Fischer mit Angel bewegen und Fischarten kennenlernen. An einem Zaun mit Infotafeln und Gucklöchern gibt es weitere Meeresbewohner zu entdecken, und über Audio-Objekte sollen die Kinder per Kurbel Walgesänge oder Kurzgeschichten vom Meer abspielen. Ohne Bewegung geht es natürlich nicht, und dafür sollen ein Klettergerät mit Meereslebewesen und Fischernetze zum Hangeln inklusive Rutsche sorgen. Hinzu kommen ein Wackelspiel, eine Vogelnest-Schaukel, eine Spielskulptur und Sitzmöglichkeiten in Form von Fischkisten. Menschen mit Behinderungen sollen den Spielplatz über einen befestigten Weg erkunden können.

Ein weiterer neuer Spielplatz ist im Timmendorfer Zentrum geplant: Dort will die Gemeinde im nächsten Jahr am südlichen Ende des Strandparks, nahe des „Café Wichtig“, ein Areal für Kinder schaffen.

Kosten: 125000 Euro. Um knapp 80000 Euro auf insgesamt 256000 Euro erhöht worden ist zudem die Summe für die Neugestaltung des Schulhofes des Ostsee-Gymnasiums (OGT): Neu zu errichten sind dort diverse Sitzmauern und Treppen, einige Flächen müssen neu gepflastert werden. Nach dem Umbau können sich die Schüler an „Lümmelliegen“, Sitzbänken und Sitzringen, Tisch-Bank-Kombis, Podesten, Sonnensegeln sowie KunststoffFlächen zum Bemalen erfreuen.

Vertagt haben die Mitglieder das Thema „Kunstrasenplatz für den NTSV“. Zwar sollen 80000 Euro für die Planung desselben in den Haushalt gestellt werden. Fraglich ist derzeit aber, ob der Kunstrasen den bisherigen Rasenplatz an der Poststraße ersetzen wird. Der Grund dafür sei sportlicher Natur, erklärt Jörn Eckert (SPD), Vorsitzender des Sozialausschusses: „Derzeit besteht die Chance, dass die Herren-Mannschaft in die Regionalliga aufsteigt. Dort gibt es aber andere Auflagen.“ Nämlich unter anderem einen Rasenplatz – heißt: Der Kunstrasenplatz soll trotzdem kommen, aber möglicherweise an einem anderen Standort.

Von Sabine Latzel

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