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Ostholstein Neue Sportschule, neues Konzept, neue Führung
Lokales Ostholstein Neue Sportschule, neues Konzept, neue Führung
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00:00 16.10.2012
Neue Doppelspitze in der rundumerneuerten Verbandssportschule in Malente: Björn Silz (links) als kaufmännischer und Michael Prus als sportlicher Leiter.
Ostholstein

Die Zukunft des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes (SHFV) liegt in Bad Malente-Gremsmühlen. Der Umbau und die Sanierungsmaßnahmen an der Verbandssportschule, die nun Uwe Seeler-Fußballpark heißt, werden Ende des Jahres endgültig abgeschlossen sein. Und auch personell stehen Veränderungen ins Haus. Gestern präsentierte der SHFV den neuen kaufmännischen Leiter. Björn Silz soll die Einrichtung mit seinen Ideen nach vorn bringen. Der 38-Jährige setzte sich im Auswahlverfahren gegen 56 Mitbewerber durch. „Wir haben uns für Herrn Silz entschieden, weil er gastronomische Erfahrung mitbringt, aus der Region stammt, sehr kreative Ideen einbringt und nicht zuletzt, weil er uns bei seiner Präsentation mit seiner verbindlichen Art und seinen Zielvorstellungen voll überzeugt hat“, sagt Moritz Lufft, stellvertretender SHFV-Geschäftsführer.Neben Silz soll auch noch ein sportlicher Leiter installiert werden. Diesen Posten dürfte Verbandssportlehrer Michael Prus, ehemals Bundesligaprofi, übernehmen. Lufft bestätigt: „Es ist noch nicht ganz offiziell, aber es sieht doch stark danach aus.“ Weiterhin in Amt und Würden bleibt Sportschulverwalter und Jugendbildungsbeauftragter Klaus Jespersen, der die beiden „Neuen“ mit seiner Erfahrung unterstützen soll. Neben der infrastrukturellen Grundsanierung ist Silz für die inhaltliche Neuorientierung der Einrichtung verantwortlich. „Ein künftiger Schwerpunkt wird sein, Unternehmen ein Forum für Tagungen und Seminare zu bieten, natürlich auch gekoppelt an sportliche Freizeitbeschäftigungen.“ Er könne sich neue Angebote wie Segways oder Segeln gut vorstellen. Gastronomisch stünden eine sportlergerechtere Küche, eine Lounge mit Bildschirmen, um dort Sport zu gucken, und ein neuer Restaurantbereich als Hauptveränderungen an. Gerade in Hinblick auf den geschichtlichen Fundus der Fußballschule freut sich Silz auf das neue Museumszimmer. „Es soll eine Art Museums- oder auch Bibliothekszimmer entstehen. Darin soll quasi auch der Geist von Malente konserviert werden.“ Eine Idee für die Zukunft sei es, in diesem Raum für ganz Fußballverrückte Vermählungen anzubieten. Beckenbauer im Geiste, den Ring am Finger, könnte man sagen. Und anschließend dürfe das glückliche Paar noch einen Blick in Zimmer 7 werfen, wo der Kaiser einst seine Muskeln im Zuge der WM-Vorbereitung 1974 entspannte, ehe er als Spieler und 1990 auch noch als Trainer die Krone des Weltfußballs errang. Ein Wunschdenken wird es bleiben, nochmals als Gastgeber für eine deutsche A-Nationalmannschaft zu fungieren. Lufft erläutert: „Dafür fehlen uns trotz der 26 neuen Zimmer einfach die Kapazitäten.“ Es sei jedoch realistisch, Regional- und Drittligisten zu bekommen. Oder aber Nationalmannschaften aus dem Juniorenbereich. Doch das ist noch Zukunftsdenken. Vorerst müssen die Hausaufgaben gemacht werden. Die Handwerker sind gefragt, das Gebäude bis zum Ende des Jahres fertig zu stellen, damit Silz Anfang des Jahres nach der offiziellen Eröffnung (Termin steht noch aus) in die Vollen starten kann. Bis dahin hat der 38-Jährige alle Hände voll zu tun. Denn es muss der gesamte Vertrieb auf die Beine gestellt und die Budgetplanung für 2013 erledigt werden. Danach kann es nur noch heißen: mit Herz und Seeler.

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