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Ostholstein Neue Therapieräume an der Oldenburger Sana-Klinik
Lokales Ostholstein Neue Therapieräume an der Oldenburger Sana-Klinik
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20:40 25.10.2017
Dr. Timm Bobka (rechts) mit Theodor Steffen und Physiotherapeutin Linda Lindenau in einem der neuen Therapieräume. Quelle: Fotos: Binder, Hfr
Oldenburg

Die Zimmer im Untergeschoss der Klinik wurden bisher als Lager- und Abstellräume genutzt. Jetzt sind dort vom Wackelbrett bis zum Ergometer zahlreiche Geräte aufgebaut, die im Rahmen einer Physiotherapie genutzt werden können. „So etwas habe ich mir für unsere Klinik immer gewünscht“, sagt Chefarzt Bobka zufrieden, „ich freue mich sehr, dass wir nun zusammen mit der Geschäftsführung einen Weg gefunden haben, die Therapieräume herzurichten.“

Die Oldenburger Sana- Klinik hat drei neue Therapieräume eingerichtet. Davon profitieren nicht zuletzt Patienten mit künstlichen Gelenken: Sie könnten nun schon vor der eigentlichen Reha mit dem Training beginnen, erläutert Dr. Timm Bobka, Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Ohnehin durchläuft das Oldenburger Krankenhaus zurzeit ein groß angelegtes Modernisierungs- und Umgestaltungs-Programm, in dessen Rahmen beispielsweise schon das Ärztehaus entstanden ist. Zuletzt wurde im ersten Stock eines Neubaus die neue Intensivstation eingeweiht; im Erdgeschoss soll dort als nächstes eine neue Notaufnahme entstehen. Insgesamt werden 30 Millionen Euro – zu einem Großteil vom Land finanziert – in die zahlreichen Maßnahmen investiert (LN berichteten).

Die neuen Therapieräume werden bereits regelmäßig genutzt. Gerade kommt Physiotherapeutin Linda Lindenau mit Theodor Steffen hinein. Die Knie-Operation des Kellenhuseners ist etwa eine Woche her – und beim Radfahren kann er „schon wieder richtig Gas geben“, wie er lachend feststellt.

„Die Ostholsteiner sind hart im Nehmen“, sagt Mediziner Bobka schmunzelnd. Viele seiner Patienten würden schon wenige Tage nach einer OP mit ersten Reha- Übungen beginnen – für sie sei das neue Angebot der Klinik optimal.

Im Schnitt operiere er pro Woche zwölf bis 16 Menschen, die ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk bräuchten, so Bobka. Unter ihnen seien Rentner genauso wie Menschen Anfang 20. 85 Prozent von ihnen könne mit einer Standard-Prothese geholfen werden; für die übrigen Patienten lasse er die künstlichen Gelenke individuell anfertigen. Das sei wesentlich teurer, für die Betroffenen jedoch trotzdem kostenlos: Die Krankenkassen zahlten einen Aufschlag; die übrigen Kosten übernehme die Klinik.

Schlechter seien die Standard- Modelle derweil nicht, betont Bobka, „es gibt keine Billig-Prothesen“. Eine individuelle Anfertigung sei aufwendiger und deshalb teurer – die Qualität sei aber bei jedem Modell hochwertig. Insofern müsse auch niemand befürchten, mit einer Standard-Prothese schlechter versorgt zu sein: „Wenn eine Individual-Prothese letztlich einer Standardform entspricht, macht eine spezielle Anfertigung keinen Sinn.“ Es sei aber wichtig, auch „Ausreißern“ helfen zu können. Genauso, wie dank der neuen Räume nun auch eine gute Nachbehandlung anbieten zu können.

jen

LN

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