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Ostholstein Neue Treppenvariante setzt Einverständnis der Telekom voraus
Lokales Ostholstein Neue Treppenvariante setzt Einverständnis der Telekom voraus
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21:10 14.10.2015
Bauausschuss, Verwaltung und Planer vor Ort: Wie kann die gewünschte Treppe, möglichst breit und ansprechend sowie von der Telekom tolerierbar, realisiert werden? Quelle: Benthien
Eutin

Die Treppe an der westlichen Peterstraße kann nicht mehr in diesem Jahr gebaut werden. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Der Bauausschuss einigte sich gestern immerhin auf Grundlegendes. So soll die Treppe mit zwei durchgehenden Stufen in der Peterstraße beginnen, sich dann in eine rechts, eine links teilen, bis ein Niveau von 1,80 Meter Höhe erreicht ist. Es folgt ein Plateau, dann wird die Treppe wieder durchgehend, circa sieben Meter breit. Heraus kommt der Benutzer in der Straße Am Mühlenberg.

Wegen dieser Verbindung, die Gäste vom Bahnhof und dem jetzigen Zob — 2016 vor allem LGS-Besucher — über den Mühlenberg und die Peterstraße in die Innenstadt führen soll, hatte es in der vergangenen Woche im Bauausschuss große Verärgerung bei den Fraktionen gegeben. Sie hatten die Treppe vor Monaten mit einer Breite von sieben Metern beschlossen, erfuhren dann eher beiläufig von einer „Ausführungsänderung“ auf 2,50 Breite. Grund dafür: ein Telekom-Schacht, der nicht mehr als 40 Zentimeter überbaut werden darf und mitten im Baufeld liegt.

In der Sondersitzung gestern wurden erneut der Bauverwaltung und diesmal auch dem einbestellten Planer Philip Haggeney (Büro RMP) Fragen gestellt: Warum wurde der Schacht übersehen? Gab es keine entsprechenden Pläne? Wann wurde er entdeckt? Und vor allem: Warum wurde der Bauausschuss nicht umgehend über notwendige Änderungen informiert? Dafür entschuldigte sich gestern Karen Dyck, Fachdienstleiterin Tiefbau. Ende August, Anfang September seien die unterirdischen Ausmaße des Schachtes von zwei mal sechs Metern bei einer Baubesprechung thematisiert worden. „Ich habe die Tragweite verkannt“, so Dyck.

Zuvor hatte Bauamtsleiter Bernd Rubelt erklärt, im Oktober 2014 habe es in Unterlagen der Telekom nur Hinweise zu Leitungen gegeben, ein Schacht sei nicht verzeichnet gewesen. Im März seien mögliche Suchschächte zur Sprache gekommen. „Erst im Bauprozess ist festgestellt worden, dass vor Ort nicht nur Leitungen verlaufen, sondern auch der nicht überbaubare Schacht liegt“, sagte Rubelt.

Das sei kein Planungsfehler an sich, es habe die Zeit gefehlt, um sorgfältiger vorzugehen.

Diese Erklärungen waren den meisten Stadtvertretern bei weitem nicht ausreichend, allein: Es muss weitergehen. Für seine Novembersitzung (4.) erwartet der Bauausschuss weitere Querschnittzeichnungen und vor allem das eingeholte Einverständnis der Telekom zu der Alternativlösung. Kosten soll diese Treppenvariante rund 53000 Euro. Die Lieferfrist für die Betonfertigteile liegt zwischen acht und zwölf Wochen. ben

LN

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