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Ostholstein Neuer Amtswehrführer: Voß folgt auf Matzen
Lokales Ostholstein Neuer Amtswehrführer: Voß folgt auf Matzen
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21:13 08.11.2017
Zwei, die sich verstehen (v. l.): Holger Matzen und Sven Voß. Matzen tritt als Amtswehrführer zurück, Voß übernimmt. Quelle: Foto: Peter Mantik
Heringsdorf

45 von 46 Delegierten waren im Lindenhof anwesend. Der stellvertretende Amtsvorsteher Thomas Bauer (Göhl) erklärte, dass mit Sven Voß nur ein Kandidat zur Wahl stehe. Bauer bedankte sich vorab auch für die geleistete Arbeit von Holger Matzen, auch wenn dieser noch einige Monate im Amt sein wird. Es gab eine geheime Wahl. Gemeinde für Gemeinde wurden die Delegierten aufgerufen, ihre Stimme mit einem Kreuz auf dem Wahlzettel zu vergeben. Endergebnis um 20.31 Uhr: 44 Ja-Stimmen für Voß. Matzen fragte: „Lieber Sven, nimmst du die Wahl an?“ Seine Antwort mit fester Stimme: „Ja, ich nehme an.“ Voß sagte, man werde das Rad nicht neu erfinden, aber er habe große Lust, mit einem jungen Team die Dinge anpacken zu dürfen. „Ich freue mich auf das nächste Jahr mit euch.“ Matzen lobte: „Das ist ja ein tolles Ergebnis, fast schon wie im Kommunismus.“ Gelächter im Saal. Mit Voß und den Kameraden freute sich auch Eckhard Klodt, der Bürgermeister aus Wangels.

„Auch wenn er noch nicht weg ist, möchte ich mich bei Horst Matzen bedanken.Thomas Bauer stellvertretender Amtsvorsteher

Anschließend wurde mit Axel Behnk aus Giddendorf, der dort stellvertretender Wehrführer ist, ein Stellvertreter für Amtswehrführer Voß gewählt. Behnk erhielt 42 von 45 Stimmen. Anschließend wurde es bei Bier und Schnaps gesellig. Die Wahlen müssen in der Amtsratssitzung Anfang des Jahres bestätigt werden. Wird Voß vereidigt, kann er demnach auch nicht mehr Gemeindewehrführer in Wangels bleiben. Im März stellt sich dort voraussichtlich Frank Wohlert zur Wahl.

Mit Matzen an der Spitze geht eine Ära zu Ende. „Heute vor 18 Jahren bin ich angetreten und ich frage mich: Wo ist die Zeit geblieben?“ Man habe Feuer gelöscht, Hochwasser und Orkane erlebt.

Matzen skizzierte Etappen dieser Zeit, wie etwa den großen Zapfenstreich in Neukirchen oder den Tag des Grundgesetzes in Großenbrode. Auch die Ausstattung der Wehren mit Digitalfunk sei mit Verspätung erfolgt (Gelächter im Saal).

Voß weiß seit Jahren genau, was dieses verantwortungsbewusste Ehrenamt mit sich bringt. Pro Jahr geht im Amtsgebiet circa 250 Mal der Pieper. „Ich werde aber nicht immer alarmiert. Das haben wir alles aufgeteilt“, sagt Voß. Er habe in den Jahren gelernt, auch mal wie beispielsweise im Urlaub oder bei Familienfeiern das Smartphone zur Seite zu legen. Doch wenn der 46-Jährige gerufen wird, ist es was Ernstes, steht er in der Verantwortung. Auf die neue Aufgabe freut er sich – und nach so vielen Jahren als Stellvertreter kennt er alle Gegebenheiten bestens. Entsprechend entspannt meisterte er auch den Wahlabend. Ob er jedoch wie seine beiden Vorgänger stolze 18 Jahre an der Spitze stehen werde, dass könne er natürlich nicht voraussagen. Matzen: „Das konnte ich mir vor 18 Jahren auch nicht vorstellen.“

Von Peter Mantik

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