Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Neuer Beirat für Gleichbehandlung von Frauen und Männern
Lokales Ostholstein Neuer Beirat für Gleichbehandlung von Frauen und Männern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:15 24.09.2013

Der Kreis Ostholstein bekommt einen interkommunalen Gleichstellungsbeirat. Das haben gestern CDU, Grüne und SPD im Kreistag beschlossen. Der elfköpfige Beirat soll sich künftig in der Vernetzung mit den Städten und Gemeinden darum kümmern, dass Frauen und Männer gleich behandelt werden. Dazu ist das Gremium mit Rede- und Antragsrechten in den entsprechenden Kreisausschüssen ausgestattet. Die Entscheidung geht auf eine gemeinsame Initiative von CDU und Grüne zurück. Diese hatte die SPD um eigene Anregungen ergänzt. „Wir kämpfen seit zehn Jahren für diesen Beirat und sind froh, dass in der CDU jetzt offensichtlich ein Umdenken stattgefunden hat“, sagte Annette Schlichter-Schenck, frauenpolitische Sprecherin der SPD. Silke Felix-Nitz (CDU) bezeichnete den Beirat als „wichtigen Schritt in die Zukunft“. „Mit der Einführung stellt sich die Politik den Herausforderungen des demografischen Wandels“, sagte Felix-Nitz. Dazu gehöre auch eine geschlechtergerechte Personalausstattung bei Kindertagesstätten-Einrichtungen.

Grünen-Fraktionsvorsitzende Monika Obieray hob hervor, dass das neue Gremium kein frauenpolitischer Beirat sein solle. „Die Zeiten sind vorbei, in denen es um Unterstützung des schwachen Geschlechts geht“, sagte Obieray. In dem Beirat seien auch Männer als Mitglieder oder Gäste willkommen. Zunächst einmal sitzen dort jedoch vor allem Frauen. Aus dem Kreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten und entsprechenden Institutionen im Kreis Ostholstein sind sechs Frauen benannt worden. Von den fünf Fraktionen im Kreistag vergaben lediglich FDP und Freie Wähler ihre Plätze an Männer.

Keine Mehrheit bekam die FDP für ihren Antrag zur alternativen Einführung eines sogenannten Diversity-Managements in Form eines Forums, bei dem Erfahrungen diskutiert und Handlungsspielräume von den Beteiligten abzuwägen wären. FDP-Fraktionschef Manfred Breiter hatte seinen Alternativ-Antrag damit begründet, dass sich die Situation der Frauen in den vergangenen Jahren „keineswegs verschlechtert“ habe.

hm

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kulturschaffende und Veranstalter wollen der Stadtvertretung heute 2000 Unterschriften übergeben.

24.09.2013

Der Hof Hörsten in der Gemeinde Bosau nahm an einem bundesweiten Projekt teil. Auf dem Demeter-Hof können sich Kunden direkt an der Bioproduktion beteiligen.

24.09.2013

Im Rahmen der Sonderausstellung „Christoph Friedrich Hellwag (1754-1835) — Arzt, Wissenschaftler, Literat“, die das Ostholstein-Museum und die Eutiner Landesbibliothek gemeinsam organisiert haben, ...

24.09.2013
Anzeige