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Ostholstein Flüchtlingsbeauftragter der Kirche
Lokales Ostholstein Flüchtlingsbeauftragter der Kirche
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15:55 30.11.2018
Daniel Hettwich, neuer Flüchtlingsbeauftragter des Kirchenkreises Ostholstein. Quelle: HFR
Eutin/Neustadt

Daniel Hettwich ist neuer Flüchtlingsbeauftragter des Kirchenkreises Ostholstein. Für den 54-Jährigen steht außer Frage, dass Menschen in Not geholfen werden muss, „unabhängig davon, ob die Rahmenbedingungen bei uns gerade optimal sind oder nicht. Wenn einer an die Tür klopft und um Hilfe bittet, muss ich darüber nachdenken, wie ich diesem Menschen helfen kann“, sagt Hettwich.

Bevor er sich auf die Nachfolge von Volker Holtermann bewarb, unterstützte Hettwich in Ostholstein anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthaltstitel bei der Suche nach einer eigenen Wohnung. Doch sein Engagement für Menschen, die in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in Deutschland eine neue Heimat suchen, reicht schon einige Jahre länger zurück. Seit 2013 engagiert er sich in der Flüchtlingsarbeit und führte zunächst in Lübeck eine Gemeinschaftsunterkunft, in der vor allem schwer kranke Menschen eine Bleibe fanden.

Darüber hinaus will Hettwich die generelle Frage in den Blick nehmen, wie die Gesellschaft mit geflüchteten Menschen umgeht. Zusätzlich zu seiner beruflichen Tätigkeit studiert er Sozialökonomie und Personalführung und hat sich im Studium unter anderem mit der Frage beschäftigt, welche Ressourcen durch Zuwanderung für unsere Gesellschaft erschlossen werden können. „Angesichts der demografischen Entwicklung werden wir Zuwanderer brauchen, auch wenn das heute kaum jemand wahrhaben will“, ist Hettwich überzeugt.

Der gelernte Erzieher, Pharmakant und Immobilienkaufmann will zwischen Migranten und den ehrenamtlichen sowie hauptberuflichen Helfern Brücken bauen. Gerade in Zeiten, in denen die Unterstützung für Flüchtlinge zurückgegangen ist und durch Teile der Bevölkerung abgelehnt wird, will er die Helfer stärken und unterstützen. Vor allem ist er dabei ein Vermittler für den Kontakt zu den Ausländerbehörden und anderen Ämtern.

Daniel Hettwich ist nicht allein auf weiter Flur: Neben den vielen Ehrenamtlichen in den Gemeinden sind es vor allem die Flüchtlingsbeauftragten aller 13 Kirchenkreise der Nordkirche – von Flensburg bis nach Stralsund – die untereinander eng vernetzt sind und sich regelmäßig über neueste rechtliche und politische Entwicklungen austauschen. „Menschen zu helfen – die Kirche teilt diesen Anspruch mit mir. Und das ist für mich eine ganz große Triebfeder“, sagt der Flüchtlingsbeauftragte.

lg

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