Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Neuer Gemeindewehrführer setzt auf Fairness und Vernunft
Lokales Ostholstein Neuer Gemeindewehrführer setzt auf Fairness und Vernunft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:52 12.06.2017
Der neue Gemeindewehrführer Thomas Scharbau (51, vorne) aus Timmendorfer Strand freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit Bürgermeisterin Hatice Kara (SPD) sowie den Ortswehrführern Björn Jessen (hinten, v. l.), Carsten Dede, Frank Miersen und Thomas Brede. Quelle: Foto: Beke Zill
Anzeige
Timmendorfer Strand

Es soll wieder Ruhe einkehren in die vier Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Timmendorfer Strand. Da waren sich bei der Versammlung alle 84 anwesenden Mitglieder im Feuerwehrgerätehaus in Timmendorf einig. Nach den Streitigkeiten intern und mit der Politik und den anschließenden Rücktritten von Gemeindewehrführer Stephan Muuss und seines Stellvertreters Burkhard Wegener (LN berichtete) soll nun Thomas Scharbau dafür sorgen, dass sich die Wehren wieder „auf das Wesentliche konzentrieren“ können, so der 51-Jährige. Mit 57 Ja-Stimmen wurde der Timmendorfer zum neuen Gemeindewehrführer gewählt.

„Eine große Aufgabe steht bevor, ich freue mich auf diese Aufgabe. Zusammen werden wir das rocken“, erklärte er nach der Gratulation von Niendorfs Ortswehrführer Carsten Dede, der das Amt kommissarisch übernommen hatte. Der dreifache Familienvater, der erstmals 1981 in die Freiwillige Feuerwehr Timmendorf eintrat, von 1987 bis 2003 der Freiwilligen Feuerwehr Barsbüttel angehörte, bevor Scharbau von 2007 bis 2013 Ortswehrführer von Timmendorf war und seit 1996 als Berufsfeuerwehrmann in Hamburg-Wilhelmsburg arbeitet, will vor allem in Zukunft auf den Zusammenhalt setzen. „Wir müssen miteinander fair und vernünftig umgehen“, sagte er. Auch Timmendorfs Bürgermeisterin Hatice Kara sprach in ihrem Grußwort von „Vertrauen und Loyalität“. „Der Blick geht nach vorne“, sagte sie. Mit Thomas Scharbau habe die Feuerwehr einen würdigen Nachfolger gefunden. „Der Wechsel an der Spitze ist nicht nur für die Feuerwehr, auch für die Gemeinde von Bedeutung“, so Kara.

Nach der Vereidigung am 30. Juni setzen sich die Ortswehrführer Carsten Dede, Björn Jessen (Timmendorfer Strand), Thomas Brede (Groß Timmendorf) und Frank Miersen (Hemmelsdorf) zusammen, um Scharbau als Schnittstelle zwischen Ortswehren und Verwaltung ins Amt einzuführen und die Arbeit zu besprechen. „Wir sind uns alle einig, in welche Richtung wir wollen“, sagte Scharbau, der auf die Unterstützung der Ortswehrführer zählen kann. Das Amt sei vielfältig und alleine nicht mehr zu schaffen, so Miersen und Dede.

Vorrangig ist nun, sich den wichtigen Themen wieder zu widmen. Zwar soll der Kontakt zur Politik nicht verloren gehen, sie soll sich aber weitestgehend „raushalten“, betonte Miersen mit Blick auf den damaligen Ärger über einen CDU-Antrag, der im September 2016 den Bau der Feuerwehrgerätehäuser in Hemmelsdorf und Groß Timmendorf in Frage stellte. „Wir müssen vom Material und von der Technik auf dem neuesten Stand sein, um nicht nur Menschenleben zu retten, sondern auch um uns selbst zu schützen. Und dieses derzeit gute Niveau müssen wir halten und auch ausbauen“, so Scharbau. Im Großen und Ganzen stoße man seiner Meinung nach bei der Gemeinde auf offene Ohren.

Die Streitigkeiten sind für Scharbau Vergangenheit. „Das, was geschehen ist, kann man nicht mehr rückgängig machen. Wir können aber unsere Lehre daraus ziehen.“

 Beke Zill

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige