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Ostholstein Neuer Windkraft-Standort wurde abgelehnt
Lokales Ostholstein Neuer Windkraft-Standort wurde abgelehnt
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20:15 23.11.2016

Der Generationswechsel bei den Windkraftanlagen auf Fehmarn – alte Anlagen werden im Rahmen des sogenannten Repowerings abgebaut und durch eine geringere Zahl wesentlich leistungsstärkerer Anlagen ersetzt – soll sich jetzt besonders in Burgstaaken bemerkbar machen.

Es ist beabsichtigt, die in der Nähe des Klärwerks stehenden neun Anlagen ohne Ersatz an dieser Stelle abzubauen. Wie Bauamtsleiter Marcel Quatteck in der Sitzung des Bauausschusses hervorhob, sei dies schon seit Jahren der Wunsch der Stadtvertretung gewesen.

Jetzt sei der Zeitpunkt günstig, weil zum einen eine konfliktärmere Stelle an der Bundesstraße 207 in Höhe Todendorf ausgewiesen werden solle, wo die neuen, 150 Meter hohen Masten aufgestellt werden können. Auch in Bezug auf das geplante Ferien-Atoll auf dem Wasser in Burgstaaken wirke sich der Abbau der Windkraftanlagen attraktivitätssteigernd aus, bemerkte Quatteck. Was Marianne Unger (SPD) zu der Bemerkung veranlasste, diesen Aspekt könne man wohl vernachlässigen, „denn wer so nah an einem Klärwerk ein Ferienatoll baut, dem ist ohnehin nicht zu helfen“, sagte sie wörtlich.

Hinzu kommen an der B 207 vier Anlagen aus dem Windpark Presen, die wegen der Nähe zum Bahnkörper und dem zu erwartenden Ausbau der Hinterlandanbindung der Beltquerung versetzt werden müssen.

Landschaftsarchitekt Eike Jürgen Brandes erläuterte im Bauausschuss den Stand der Planung. Danach sollen insgesamt 13 neue Anlagen als Ersatz an der Bundesstraße 207 entstehen. Auch eine Bürgerbeteiligung ist vorgesehen.

Der Ausschuss beanstandete, dass bei der Planung an der B 207 die gesetzlich geforderten Abstände zur bestehenden Wohnbebauung unterschritten würden. So könne man der Planung nicht zustimmen. Gunnar Mehnert (WUW) wollte zusätzlich wissen, was passiere, wenn die feste Beltquerung gar nicht käme. „Können dann die vier Presener Anlagen stehenbleiben, obwohl womöglich der Ersatz auch schon steht?“

fragte er. Das sei ihm alles noch nicht klar genug, fügte er hinzu.

Bei der Abstimmung entstand dann auch eine Patt-Situation mit fünf Ja- und fünf Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung, somit wird der Stadtvertretung empfohlen, das gemeindliche Einvernehmen zu der vorgelegten Planung abzulehnen. mk

LN

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