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Ostholstein Neues Kirchenzentrum eröffnet: „Ein Haus für die Menschen“
Lokales Ostholstein Neues Kirchenzentrum eröffnet: „Ein Haus für die Menschen“
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21:24 21.06.2013
Von Ulrike Benthien
„Wir nennen das jetzt stolz unsere Seeseite!“ Propst Matthias Wiechmann begrüßte die Gäste vor dem neu angefügten Treppenhaus. Links seine Frau Ulla, im Hintergrund Mitarbeiterin Petra Kähler. Quelle: Fotos: Benthien

Es war ein besonderer Tag für den Kirchenkreis: Nach zehn Monaten Bauzeit wurde gestern das Evangelische Zentrum Ostholstein in der Schlossstraße 13 eingeweiht. „Wir freuen uns und feiern, was unter dem Dach dieses Hauses gelungen ist“, sagte Propst Matthias Wiechmann — und das ist die Bündelung der Dienste und Werke des Kirchenkreises in Arbeitsräumen mit Wohlfühl-Atmosphäre. Rund 850 000 Euro mussten insgesamt für die Sanierung und Umgestaltung des „ehrwürdigen, früheren Bischofssitzes“ aufgebracht werden.

Die Kosten für das Bauvorhaben haben sich seit den ersten Planungen im Jahr 2010 nahezu verdoppelt, damals waren Matthias Wiechmann und sein früherer Kollege, Dr. Otto-Uwe Kramer aus Neustadt, noch von 430 000 Euro ausgegangen. Preissteigerungen in den Angeboten der ausführenden Firmen und weitaus mehr Aufwand als vorgesehen, führten zu dem enormen Preissprung. „Aus den veranschlagten 1500 Arbeitsstunden wurden 2000. Es wurden 100 Tonnen Stahl verarbeitet, 50 Kilometer Kabel verlegt — wir haben nichts so gelassen, wie es war“, führte Architekt Jürgen Ruoff aus. Er sei froh gewesen, in jeder Bauphase auf das Wissen von Klaus Schnackenberg, Betriebshandwerker des Kirchenkreises, zurückgreifen zu können: „Er ist hier mit jedem Mauerstein und jeder Fuge per du!“

Er richte „ganz, ganz großen Dank“ an die 120 000 Gemeindeglieder des Kirchenkreises, die durch ihre Treue zur Kirche diesen Bau ermöglicht hätten, äußerte der Propst. Sein Amtssitz wird auch künftig in der Schlossstraße 13 sein. Einen freundlichen, hellen Arbeitsplatz konnten jetzt auch viele Mitarbeiter einnehmen, „die eine ganze Zeit in Behelfsunterkünften ausharren mussten“, sagte Matthias Wiechmann und dankte allen für ihre Geduld. Im Evangelischen Zentrum Ostholstein sind zu finden: Jugendwerk, Frauenwerk, Männer- und Familienarbeit, die Bereiche Mission, Ökumene und Gerechtigkeit, Seelsorge, Kirchenmusik, das Diakonische Werk des Kirchenkreises sowie die Mitarbeiter für die Koordination im Bereich der Dienste und Werke. 15 hauptamtliche Mitarbeiter sowie Pastorinnen und Pastoren werden dort tätig sein.

Unter den zahlreichen Gästen, die der Propst stolz „auf unserer Seeseite“, auf dem zum Großen Eutiner See hin gelegenen Hof neben dem angebauten gläsernen Treppenhaus, begrüßte, waren auch sein Vorgänger Dr. Horst Dreyer und Propst i.R. Dr. Otto-Uwe Kramer. Für Dieter Holst war es der erste offizielle Termin als neuer Eutiner Bürgervorsteher. Henriette Gräfin von Platen als Vertreterin des Kirchenkreisrates zerschnitt schließlich „mit einer ganz stumpfen Schere“, wie Matthias Wiechmann scherzte, das traditionelle Band an der Eingangstür und lud zum Rundgang durch die neuen Räume ein.

Besonders froh sei er über den Aufzug, äußerte der Propst schon zuvor. Er ermöglicht es endlich jedem Besucher, mühelos alle Etagen zu erreichen. „Wir wollen den Menschen zugewandt sein, für ihre Fragen und Anliegen da sein, ihnen Rat, Hilfe und Informationen geben. Wir übergeben dieses Haus seiner Bestimmung als Menschenhaus.“

„Wir freuen uns und feiern, was unter dem Dach dieses Hauses gelungen ist.“


Propst Matthias Wiechmann

Ulrike Benthien

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