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Ostholstein Neujahrsempfang beginnt mit spontaner Parkplatzeinweihung
Lokales Ostholstein Neujahrsempfang beginnt mit spontaner Parkplatzeinweihung
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21:16 09.01.2016
Nach den beiden Reden von Bürgervorsteher Peter Nelle und Bürgermeister Volker Owerien hatten die Gäste des Neujahrsempfanges im Scharbeutzer Kurparkhaus bei Getränken und Knabbereien ausreichend Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Quelle: Fotos: Christina Düvell-Veen

ist eine Zuzugsgemeinde. Und Scharbeutz wird für Tagesausflügler immer attraktiver. Folglich sind Parkplätze knapper denn je. Da mehr als 300 Bürger der Einladung von Bürgermeister und Bürgervorsteher zum Neujahrsempfang folgten, gab es schon lange vor Veranstaltungsbeginn rund um das Kurparkhaus keine Parkplätze mehr. Auswärtige Kennzeichen ließen auf motorisierte Urlauber und Tagestouristen schließen. Kurzentschlossen holten sich Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung telefonisch das „Okay“ ihres Chefs. Bürgermeister Volker Owerien (parteilos) erklärte die Veranstaltungsfläche im Kurpark kurzerhand zum Parkplatz und erlöste damit die nach Freiflächen suchenden Autofahrer. Bauamtsleiterin Bettina Schäfer übernahm trotz eisiger Temperaturen in Festtagskleidung spontan die Platzeinweisung.

In seiner Neujahrsansprache ließ Owerien durch zwei Ankündigungen aufmerken. So wird demnächst eine Lenkungsgruppe ins Leben gerufen. Sie soll durch Koordination, Kommunikation und Vernetzung helfen, allen Beteiligten, die sich um Begleitung und Betreuung von Flüchtlingen kümmern, besser gerecht zu werden. Dem Gremium gehören Vertreter von Politik und Verwaltung sowie Ehrenamtler an.

Owerien berichtete zudem von einer E-Mail, die ihn diese Woche erreicht hat. Absender ist der Investor des geplanten Sky-Marktes in Haffkrug. Er plane weiterhin eine Übergabe des Marktes an Coop zu Ostern, ließ er Owerien wissen. Der aber hegt eigenem Bekunden nach aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit „Zweifel an der Belastbarkeit dieser Aussage“ und lässt derzeit die juristischen Möglichkeiten prüfen, falls es anders kommt.

In seiner Rede schlug Owerien einen weiten Bogen von der großen Welt- über die Bundespolitik hin zu Geschehnissen in der Gemeinde Scharbeutz und in den einzelnen Ortschaften. Die Hauptlast der Aufnahme von Flüchtlingen und deren Integration, so sagte er, müsse nach wie vor von den Kommunen geleistet werden. Alles werde jetzt davon abhängen, ob es gelinge, trotz der damit einhergehenden zusätzlichen Aufgaben handlungsfähig zu bleiben. Die Bürger müssten erkennen können, „dass wir uns auch die Fürsorge für andere Bedürftige und unsere originären Aufgaben wie Kinderbetreuung, Schulen und Verkehrsinfrastruktur weiterhin leisten können.“

Bürgervorsteher Peter Nelle (CDU) begrüßte neben mehreren hundert Gästen aus der Gemeinde auch Bundes- und Landespolitiker, die Spitze des Kreises Ostholstein sowie viele Vertreter von Vereinen, Verbänden, Organisationen und aus der Wirtschaft.

In seiner Rede gab er sich zuversichtlich. „Auch wir schaffen das“, sagte er mit Blick auf die schweren Aufgaben, die im neuen Jahr auf die Gemeinde zu kämen. Zu schaffen sei das allerdings nur in enger Zusammenarbeit zwischen der Gemeindevertretung und der Gemeindeverwaltung. Nelle richtete ein großes Dankeschön an alle ehrenamtlich tätigen Helfer. Auch 2016 werde ein Jahr im Ausnahmezustand sein, blickte der Bürgervorsteher voraus. Alle Appelle an die „Schaffenskraft“ seien da etwas „dünnlippig“. Nelle:

„Eine gerechte finanzielle Verteilung der Lasten und geordnete Regelungen lassen noch auf sich warten.“

Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von Michél von Wussow und Alexander Rueß.

Zahlen und Fakten aus der Neujahrsansprache

500 neue Parkplätze sollen am Hamburger Ring in Scharbeutz entstehen. Abgeschlossen werden die Arbeiten 2017.

444 000 Euro wird der Wiederaufbau der durch Feuer zerstörten öffentlichen WC-Häuser in Haffkrug kosten.
1,1 Millionen Euro, so geht aus dem in dieser Woche fertiggestellten Jahresabschluss hervor, beträgt der Überschuss aus dem Jahr 2015. Somit kann auf die ursprünglich geplante Kreditaufnahme von 718000 Euro verzichtet werden.
2,6 Millionen Euro werden in die Pönitzer Schule investiert. Ausgegeben werden sie für den Umbau von Fachräumen, für energetische Maßnahmen und für den Einbau von LED-Beleuchtung.

Christina Düvell-Veen

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