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Ostholstein Neujahrsempfang bei Sana: Blick in die Glaskugel
Lokales Ostholstein Neujahrsempfang bei Sana: Blick in die Glaskugel
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21:15 09.01.2018
Klaus Abel dankte Katja Stenzel, der Chefärztin der Kinderklinik, für ihr Krisenmanagement nach den Wasserschäden. Quelle: Foto: Peyronnet

„2018 – und wir sind noch da. Das war nicht selbstverständlich“, leitete der Ärztliche Direktor Dr. Bertram Illert den Reigen der Reden ein. Das Haus hatte in den vergangenen Wochen Schlagzeilen gemacht, weil der Sanierungsaufwand auf bis zu 77 Millionen Euro angewachsen ist und mittlerweile sogar ein Neubau möglich scheint.

Illert machte ebenso wie Sana-Geschäftsführer Klaus Abel klar, dass es eines erheblichen Kraftaufwandes bedarf, um die Probleme zu lösen. Trotz der Schäden und Mängel, betonte Illert, habe es in der Eutiner Klinik ununterbrochen eine Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau gegeben.

Wie geht es 2018 weiter? „Wer uns das sagen kann, der möge aufstehen“, wendete sich Illert an die Gäste. „Wir wissen nicht, wie es weitergeht. Es ist schwer“, sagte Abel. Auch im Interesse der Mitarbeiter werde es Sana schaffen, die Probleme zu meistern. Morgen werde er erneut im Sozialausschuss des Landtages sein, wo das Thema Sana wieder auf der Tagesordnung steht. Abels Appell: „Wir wollen nicht auf Schuldige gucken, sondern darauf, wie wir das gemeinsam lösen können.“

Zentrales Thema des Neujahrsempfangs sollte das geplante Ärztehaus sein, das an der Hospitalstraße entstehen und ambulante und stationäre Medizin verzahnen sollte. Investor ist die Terra Real Estate AG, bauausführendes Unternehmen die Lübecker Firmengruppe Schütt. Thomas Schäper, Vorstandsvorsitzender von Terra Real Estate, berichtete, eine baureife Planung liege vor, einige Mietverträge seien geschlossen worden, ursprünglich sollte jetzt der Bauantrag gestellt werden. Nun sei das Projekt extrem ausgebremst worden, wieder komplett offen, ob ein Ärztehaus an der Hospitalstraße entstehen könne. „Dass es Rohrleitungsprobleme gab, war uns bekannt, das Ausmaß aber nicht“, sagte Schäper.

Er versicherte Sana-Geschäftsführer Abel, dass sein Unternehmen Geduld habe. Aber: „Wir würden es nicht ewig mittragen, wir können nicht ewig warten.“ Dass Terra Real Estate bei einem Neubau noch dabei sein werde, signalisierte der Vorstandsvorsitzende jedoch: „Wir würden auch an einen anderen Standort mitgehen.“

sas

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