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Ostholstein Neun Orte sind schuldenfrei
Lokales Ostholstein Neun Orte sind schuldenfrei
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21:10 23.08.2018
Ostholstein

Die neuen Tabellen zeigen die Schulden im sogenannten nicht-öffentlichen Bereich, was verwirrend ist. Gemeint sind damit zwar die Schulden der öffentlichen Hand, aber eben nur die im sogenannten Kernhaushalt, also im Haushalt der Kommune ohne Eigenbetriebe wie Kurbetriebe oder Beteiligungen, etwa am Zweckverband Ostholstein. Damit ergibt sich ein neues Bild.

Neun Kommunen in Ostholstein sind schuldenfrei: Bad Schwartau, Beschendorf, Damlos, Großenbrode, Harmsdorf, Kabelhorst, Manhagen, Ripsdorf und Schashagen. Folglich gibt es auch keine Schulden pro Einwohner. Zu den Musterknaben mit ganz geringen Schulden gehören Stockelsdorf (48 Euro Schulden pro Kopf), Lensahn (125) und Kellenhusen (199).

Spitzenreiter bei den Schulden ist nach wie vor Eutin mit 52,5 Millionen, das entspricht 3089 Euro pro Einwohner. Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) hatte vor Kurzem darauf hingewiesen, dass die Stadt als Mittelzentrum zusätzliche Aufgaben für die Region wahrnehme, sei es bei der Schulversorgung, im Kita-Bereich, in der Nahversorgung und im kulturellen Leben. Dafür müssten Einrichtungen und Infrastruktur, etwa Straßen, bereitgestellt werden.

Das könne eine Stadt wie Eutin nicht aus den eigenen Überschüssen finanzieren, gibt Behnk zu bedenken. „Die Kreisstadt und das Mittelzentrum Eutin verfügt nicht über so viele Überschüsse in ihrem Haushalt, dass alle beschlossenen investiven Maßnahmen alternativ allein hieraus finanziert werden könnten. Das kann im Übrigen keine vergleichbare Stadt.“

Oben in der Schuldenliga spielen noch Heiligenhafen (2103 Euro pro Kopf) und Kasseedorf (1553) mit. Die Städte Neustadt (918) und Oldenburg (792) stehen nicht so schlecht da. Mit einer vierstelligen Pro-Kopf-Verschuldung liegt Scharbeutz im oberen Mittel. (1262). Dauer-Sorgenkind Malente hat sich auf einen ordentlichen mittleren Platz vorgekämpft (761). Der Mittelwert alle kommunalen Schulden in Schleswig-Holstein liegt bei 1305 Euro pro Einwohner, hat das Statistikamt Nord errechnet.

Gegenüber 2016 seien die kommunalen Schulden in den Kernhaushalten landesweit um 53 Millionen Euro oder 1,4 Prozent zurückgegangen. Damit hätten sie jedoch knapp über dem Wert des Jahres 2015 gelegen.

sas

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