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Ostholstein Neustadt: Ein Haus für die „Frühen Hilfen“
Lokales Ostholstein Neustadt: Ein Haus für die „Frühen Hilfen“
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21:10 08.03.2013
Katja Kirschall (v. l.), Silke Hüttmann, Henning Reimann und Martin Liegmann vom Kinderschutzbund vor ihrem neuen Haus. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Neustadt

Monatelang wurde das Gebäude im Rosengarten 10 saniert, 20 000 Euro verbaut. Jetzt war es so weit. Die neuen Räumlichkeiten des Neustädter „Familienzentrums Küste“

wurden eingeweiht.

„Heute ist ein ehrwürdiger Tag. Darauf haben wir lange hingearbeitet“, betonte Martin Liegmann, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes. Schließlich gibt es das Angebot der „Frühen Hilfen“ schon seit Herbst 2009. Die Zielgruppe sind Schwangere, Alleinerziehende und junge Familien. Sie sollen beraten und unterstützt werden.

Liegmann wies auf die Bedeutung der „Frühen Hilfen“ hin. „Sie sind der erste Präventionsbaustein. Wir müssen früh anfangen uns zu kümmern, sonst bekommen wir Probleme.“ Deshalb sei es besonders wichtig, über ein starkes Netzwerk zu verfügen. Daher wird es im 150 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Familienzentrum nicht nur wöchentliche Sprechstunden für Eltern geben, sondern auch einen Babytreff, Babymassage, Migrationsberatung, Beratung durch eine Heilpädagogin, eine Schuldnerberatung, Beratung für Frauen und Mädchen, einen Nähkursus und — so bald die Küche finanziert und eingebaut ist — verschiedene Kochkurse.

Katja Kirschall koordiniert zusammen mit Silke Hüttmann die „Frühen Hilfen“. Sie hob bei der Einweihung hervor, dass die Einrichtung in den vergangenen Jahren viel erreicht habe. Dennoch hätten viele Menschen nicht den Weg zur Beratungsstelle gefunden. „Dies soll sich ändern. Wir sind jetzt noch präsenter.“

Die gute Lage des Familienzentrums betonte auch Bürgermeisterin Tordis Batscheider (SPD). „Das Gebäude liegt zentral und die Kleiderstube und das Sozialkaufhaus sind ebenfalls im Haus untergebracht.

Die Angebote ergänzen sich und Familien in Not bekommen hier verschiedene Dienstleistungen an einem Ort.“ Zudem sagte Batscheider, dass jede Familie, die wieder Boden unter den Füßen gewonnen habe, eine weniger sei, in der es Probleme gebe.

Bernd Heinemann, ehemaliger Geschäftsführer des Kinderschutzbundes, zeigte sich ebenfalls begeistert von dem neuen Domizil. „Das ist ein bewegender Moment für mich. Wir können hier Familien und Kleinkindern in Not helfen.“ Es dürfe nicht vergessen werden, dass viele Kinder auf Eltern treffen, die überfordert seien. Diese Mütter und Väter gelte es an die Hand zu nehmen.

ser

Die Koordinatorinnen der „Frühen Hilfen“, Katja Kirschall und Silke Hüttmann, bieten montags und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 15 bis 17 Uhr eine Sprechstunde an.

LN

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