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Ostholstein Neustadt: Konzept gegen das Park-Chaos
Lokales Ostholstein Neustadt: Konzept gegen das Park-Chaos
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21:10 29.08.2018
Auf dem Klosterhof-Parkplatz in Neustadt stehen häufig Pendler. Diese blockieren die Plätze stundenlang. Das soll sich ändern. Quelle: Foto: Rosenkötter
Neustadt

Das Parkraumbewirtschaftungskonzept soll auf den Weg gebracht werden, um den ruhenden Verkehr in Neustadt, Pelzerhaken und Rettin in Zukunft zu regeln. Bereits vor mehr als einem Jahr wurde ein Konzept des Verkehrsplanungsbüros LK Argus präsentiert. Mitte Februar dieses Jahres folgte eine Einwohnerversammlung. Dann war die Verwaltung am Zuge, nahm Anregungen auf. Das Ergebnis stößt auf viel Zustimmung. Jedoch gibt es einige Knackpunkte.

Bislang hatten sich CDU und BGN stets dafür ausgesprochen, das Bad Schwartauer Modell zu übernehmen. Demnach dürfen Autofahrer in der Innenstadt kostenfrei, zeitlich begrenzt und mit Parkscheibe parken. Rolf Hansen (CDU) betonte, dass es um die Stärkung des Gewerbes gehe. Doch der Gewerbeverein sieht keine Notwendigkeit, auf die Erhebung von Gebühren zu verzichten, weshalb die Christdemokraten nun erneut beraten wollen.

Die Gewerbevereins-Vorsitzende Susanne Bimberg-Nittritz erläuterte, dass sich die Händler gut mit dem Vorschlag der Verwaltung anfreunden könnten, lediglich in den Straßen rund um den Markt zeitlich begrenztes kostenfreies Parken anzubieten. Das Parken auf den Großparkplätzen sowie der Parkstreifen am Binnenwasser und vor der Kirche soll laut Klass Raloff, Leiter des Amtes für gesellschaftliche Angelegenheiten, einen Euro pro Stunde kosten (Tageskarten fünf Euro) und zwar täglich von 8 bis 15 Uhr.

Bimberg-Nittritz lobte die Idee, Jahreskarten anzubieten. Der Entwurf sieht vor, dass für 100 Euro im Ortsteil Neustadt geparkt werden kann. Für 120 Euro dürfte das Auto auch in Pelzerhaken und Rettin abgestellt werden. Diese Karten müssten jedoch richtig beworben werden. Ausgenommen sein von der Regelung sollen die Parkplätze Klosterhof Nord, Kugelbrunnen und Pagodenspeicher. Da wäre die Dauer auf zwei Stunden begrenzt, um ein längeres Blockieren der Flächen zu verhindern. Damit könnte auch das Problem gelöst werden, dass Pendler Plätze den ganzen über Tag belegen.

Für Pelzerhaken und Rettin regt die Verwaltung an, die Gebühren vom 1. März bis zum 31. Oktober zu erheben – täglich von 9 bis 18 Uhr. Eine Strandparkkarte für 50 Euro sei ebenso wie eine Wochenparkkarte für 25 Euro (für alle Ortsteile) möglich.

Auch wenn viele der Punkte auf Zustimmung stießen, gibt es weiter Diskussionsbedarf. So sprachen sich Katrin Körting (Grüne) und Margit Giszas (SPD) für Anwohnerparkplätze aus und Dirk Cremer (BGN) forderte den Bau neuer Flächen unweit der Ostsee, da die Plätze häufig nicht ausreichend seien. Nun wollen die Fraktionen die Thematik erneut diskutieren. Ende September könnten die Stadtverordneten endgültig entscheiden.

Von Sebastian Rosenkötter

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