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Ostholstein Neustadt: Liegeplatzgebühr im Hafen soll 2018 erhöht werden
Lokales Ostholstein Neustadt: Liegeplatzgebühr im Hafen soll 2018 erhöht werden
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20:38 14.11.2016
Karlheinz Westphal moniert, dass der Steg nicht so weit ins Wasser hinaus gehe wie der berechnete Liegeplatz. FOTOS: SEBASTIAN ROSENKÖTTER

308 Liegeplätze gibt es im Neustädter Sportboothafen. Die Stadtwerke als Betreiber planen nun, die Gebühren zu erhöhen. Werkleiterin Vera Litzka sagte den LN, dass 2018 eine vierprozentige Steigerung angedacht sei. Sie wolle verhindern, dass es in einigen Jahren zu einem deutlich höheren Anstieg komme. Dies passierte 2014. Einige Segler mussten damals bis zu 60 Prozent mehr zahlen, was auch mit der veränderten Berechnung zusammenhing.

Werkleiterin kündigt Steigerung an. Ärger gibt es aktuell mit der Vermessung.

„Wir haben vor, drei Stege im Sportboot- hafen zu erneuern.“Vera Litzka, Werkleiterin

Dass die Ausgaben für Sportboot- und Kommunalhafen enorm sind, ist bekannt, ein Defizit jährlicher Bestandteil. Erst 2014/2015 wurden weite Teile für mehr als 1,2 Millionen Euro ausgebaggert. Kosten, die die Abfertigung von Frachtschiffen und die Pacht von Liegeplatzinhabern kaum decken. Hinzu kommt, dass die Stadtwerke planen, drei Stege im Sportboothafen zu erneuern. Zudem soll geklärt werden, ob Segler aus anderen Häfen mehr zahlen müssen, wenn sie ihre Boote kranen lassen. Darüber hinaus müsse laut Vera Litzka entschieden werden, wie hoch die Gebühr für den Einsatz des Mastenkrans in Zukunft sein wird.

Trotz der finanziellen Schwierigkeiten sieht Litzka die Entwicklung positiv. Die 2014 angeschobene Umstrukturierung der Liegeplätze und die damit einhergehenden Proteste seien abgeebbt. Dies lasse sich unter anderem daher ableiten, dass es 256 sogenannte Alt-Segler gebe. Das sind Liegeplatzinhaber, die ihren Platz seit mehr als einer Saison haben. 2015 seien es lediglich 176 gewesen. Hinzu komme, dass derzeit 170 Personen auf der Warteliste stünden. Jedoch soll das Interesse der Letztgenannten bald erneut abgefragt werden. Die Erhebung einer Interessenten-Gebühr dürfte diskutiert werden.

Deutlich anders als Vera Litzka bewertet Karlheinz Westphal die Entwicklung. Der 71-jährige Neustädter ärgert sich über seine Liegeplatzgebühr, hat nach vielen Telefonaten und Schriftwechseln einen Anwalt eingeschaltet. Er sagt, dass er im November 2015 mitgeteilt bekommen habe, dass sein Platz fast vier Quadratmeter größer sei als bislang bekannt. Daraufhin folgte eine Erhöhung der Gebühr. Er habe dann nachgemessen und 43,30 Quadratmeter ermittelt – über sieben Quadratmeter weniger als von den Stadtwerken angegeben. „Die Stadtwerke erwarten eine korrekte Zahlweise. Ich erwarte eine korrekt Berechnung“, so Westphal. Eine erneute Vermessung habe es nicht gegeben. Stattdessen sei ihm am 21. Oktober gekündigt worden, was er nicht akzeptieren möchte.

Vera Litzka kennt den Fall, will aufgrund des laufenden Verfahrens keine Details nennen. Sie spricht jedoch von einem nicht passenden Ton gegenüber Mitarbeitern und sagt, dass alternative Plätze angeboten worden seien. Trotz der Auseinandersetzung regt sie eine Lösung an: Ein unabhängiges Unternehmen könnte nachmessen. „Sollte die Person nicht Recht habe, müsste sie die Kosten tragen“, betont Litzka.

Sebastian Rosenkötter

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