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Ostholstein Neustadt: Neue Details im Mordfall Sina L.
Lokales Ostholstein Neustadt: Neue Details im Mordfall Sina L.
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20:14 13.05.2016

Die Verurteilung von Wolfgang E. (63) war gestern gerade einmal einen Tag alt, da gab es bereits neue Informationen im Mordfall Sina L. Wie bekannt, verschwand die 37-Jährige am 26. Juli 2015 zwischen Neustadt und Altenkrempe. Am 22. September wertete die Polizei Videoaufnahmen vom Eingangsbereich des Ameos-Klinikums aus, die zur Festnahme von E.

am 6. Oktober führten. Warum zwischen den drei Ereignissen jeweils Wochen vergingen, erläuterte gestern Oberstaatsanwältin Ulla Hingst.

Anfangs sei Sina L. lediglich eine vermisste Person gewesen, die sich freiwillig in einem offenen Bereich auf dem Ameos-Gelände aufgehalten habe. Hinweise auf ein Verbrechen hätten nicht vorgelegen.

Am 3. August sei bekannt geworden, dass es Videoaufnahmen vom Eingangsbereich gebe. „Die Sicherung wurde veranlasst. Da hat man festgestellt, dass die Frau das Gelände um 13 Uhr verlassen hat“, so Hingst. Etwas später fanden sich im Binnenwasser Kleidungsstücke von Sina L., aber auch ein auffälliges T-Shirt, das nicht zu ihr passte. „Die Aufnahmen wurden erneut gesichtet, dann habe ein Ameos-Mitarbeiter das T-Shirt einem Mann – Wolfgang E. – zuordnen können. Ein Tötungsdelikt erschien möglich“, so Hingst.

Der Oberstaatsanwältin zufolge entschlossen sich die Beamten zu weiteren Untersuchungen. Fundstücke seien hinsichtlich DNA-Spuren ausgewertet worden. Dies habe einige Zeit gedauert. Denn die Kripo-Beamten wollten bei der Vernehmung von E. etwas Handfestes haben. Bei der Konfrontation im Zimmer von E. auf dem Ameos-Gelände wurde zusätzlich Schmuck von Sina L. gefunden, anschließend gestand E. die Tat (die LN berichteten). Der 63-Jährige, der am Donnerstag zu 13 Jahren Haft verurteilt wurde und seine Strafe in der Neustädter Forensik absitzt, wird laut forensischer Gutachterin wohl nie wieder freikommen. Sein Zustand soll auch nach Ablauf der Freiheitsstrafe jährlich genauestens überprüft werden. ser

LN

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