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Ostholstein Neustadt beginnt 2016 mit dem Neujahrsempfang
Lokales Ostholstein Neustadt beginnt 2016 mit dem Neujahrsempfang
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18:24 02.01.2016
Neustadts Bürgervorsteher Sönke Sela (CDU) hält die Neujahrsansprache. Er erinnerte dabei ausführlich an die vielen Neubürger und die notwendige wohlwollende Aufnahme dieser Menschen.

Das neue Jahr war gerade einmal elf Stunden und 38 Minuten alt, als Neustadts Bürgervorsteher Sönke Sela (CDU) sich räusperte, das Mikrofon einschaltete und mit seiner Neujahrsansprache loslegte. In der Mensa der Jacob-Lienau-Gemeinschaftsschule begrüßte er etwa 80 Vertreter von Verbänden und Vereinen, Kommunalpolitiker sowie Bürgermeister aus den Umlandgemeinden. Sela erinnerte an die vielen grausamen Terrorakte im vergangenen Jahr und betonte, dass bei dem Empfang 2015 niemand gedacht habe, dass „unser Leben ziemlich durcheinander gewürfelt wird“.

Der Krieg in Syrien und die Flucht von Millionen Menschen hätten plötzlich auch in Neustadt eine Rolle gespielt. „Uns blieb nichts anderes übrig als zu helfen, alles andere wäre schlichtweg unmenschlich gewesen“, betonte der Bürgervorsteher. Darüber hinaus erinnerte er an eine Erklärung der Stadtverordneten, die im November verabschiedet wurde. Mit dem Vorlesen dieser verdeutlichte er, dass alle Menschen ungeachtet ihrer Herkunft und Religion willkommen seien. Zudem vergaß er nicht, den vielen Ehrenamtlern zu danken. „Wenn nicht die Herzen ganz ganz vieler weit geöffnet gewesen wären, aus dem Stand zu helfen, wäre all das nicht möglich gewesen.“

Dass Menschen aus anderen Nationen in Neustadt positiv aufgenommen werden, spiegelt sich auch in dem Folklore-Festival wieder, welches diesen Sommer erneut stattfindet (siehe Kasten). Mittlerweile stehen die meisten der teilnehmenden Gruppen fest. Sie kommen aus Brasilien, Bolivien, Palästina, Portugal, der Ukraine, Spanien, Bulgarien und Deutschland. „Es laufen noch Verhandlungen mit Irland, Korea und Japan“, erklärte Sönke Sela.

Abzuwarten bleibt, in welchem Zustand die Besucher die Europastadt erleben werden. Schließlich sollen in den kommenden Monaten einige Straßen saniert werden. Unter anderem ist ein weiterer Abschnitt des Sandberger Wegs an der Reihe und die Arbeiten in der Straße Am Holm sollen abgeschlossen werden. Auch soll die Frischzellenkur des Neustädter Rathauses kurz vor dem Festival fertig sein.

Doch damit nicht genug: Die Stadtverordneten und die städtische Verwaltung wollen in diesem Jahr entscheiden, wie es mit der Hafenwestseite weiter geht. Diese soll (die LN berichteten mehrfach) neu entwickelt werden. Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) sagte den LN, dass es aus ihrer Sicht wichtig sei, dass im ersten Quartal eine Entscheidung falle. „Wir haben darüber in den vergangenen anderthalb Jahren sehr ausführlich diskutiert, jetzt ist es an der Zeit, dass wir Nägel mit Köpfen machen und zu einer Entscheidung kommen. Denn sonst blockieren wir die vielen spannenden Entwicklungsmöglichkeiten für dieses sehr attraktive innenstadtnahe Quartier“, erläuterte Dr. Tordis Batscheider.

Gesprächsstoff dürfte auch der bauliche Zustand des Verwaltungsgebäudes in der Rosenstraße liefern. Dieses ist bekanntermaßen marode. „Wir werden Ersatz schaffen müssen“, betonte Bürgervorsteher Sela. Damit ist klar, 2016 wird spannend.

Kultureller Höhepunkt
Das Folklore-Festival findet alle drei Jahre statt. In diesem Sommer ist es wieder soweit. Vom 29. Juli bis 6. August werden Hunderte Tänzer und Musiker aus verschiedenen Ländern erwartet. Weitere Infos gibt es auf der Seite www.folklore-festival-neustadt.de.

Sebastian Rosenkötter

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