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Ostholstein Neustadt feiert seinen neuen Stadtteil
Lokales Ostholstein Neustadt feiert seinen neuen Stadtteil
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18:14 21.05.2016
Landrat Reinhard Sager (v. l.; CDU), Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) sowie Katrin und Thilo Gollan eröffneten gestern das Stadtteilfest auf dem „Lübschen Mühlenberg“. Neben jeder Menge Infomaterial über das Baugebiet gab es auch Kinderunterhaltung. Quelle: Fotos: Rosenkötter

Ein Hubschrauber kreiste in der Luft und vor einer Krangondel bildete sich eine Warteschlange. Gestern nutzten etliche Neustädter die Chance, eines der derzeit größten Neubaugebiete im Kreis Ostholstein von oben zu betrachten. Möglich machte dies die Unternehmensgruppe Gollan, die zum Stadtteilfest auf dem „Lübschen Mühlenberg“ geladen hatte.

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Das Baugebiet „Lübscher Mühlenberg“ am Neustädter Ostring boomt – Dutzende Häuser sind fertig – Weiterer Bauabschnitt soll folgen – Gestern lud der Investor zum Fest ein.

Historie

Im Juni 2000 wurde diskutiert, den „Lübschen Mühlenberg“ als Mischgebiet auszuweisen. Vier Jahre später sprach sich die SPD strikt gegen das Gebiet aus. Die Begründung: Es gebe keinen Bedarf.

2011 kam das Thema wieder auf. Der Bedarf nach Wohnraum war plötzlich vorhanden. Die Stadtvertreter stimmten einhellig für das Baugebiet.

Geschäftsführer Thilo Gollan erwarb die Fläche am Ostring bereits vor 18 Jahren. Anschließend beackerten Landwirte den Boden, ehe sich die Stadtverordneten für den Bau von Häusern aussprachen. Bevor es zur Erschließung kam, übernahmen nocheinmal die Archäologen die Kontrolle. Benjamin Irkens, Grabungsleiter vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein, erklärte im Mai 2013 gegenüber den LN, dass man Überreste von Feuerstellen sowie Keramikscherben gefunden habe und erkennen könne, wo Holzpfähle im Erdboden steckten. All dies seien Hinweise auf Siedlungsstrukturen aus der älteren Römischen Kaiserzeit um Christi Geburt.

Bei der Eröffnung des Festes griff Thilo Gollan diesen Umstand auf. Er erzählte, dass schon vor rund 2000 Jahren Menschen hier gewohnt haben müssen. Diese seien jedoch nicht in der komfortablen Situation gewesen, mit dem Rad in zehn Minuten an der Ostsee zu sein. Auch habe es keine Autobahn-Anbindung gegeben, um nach Norden oder Süden reisen zu können.

Wer hingegen in den vergangenen Jahren auf dem „Lübschen Mühlenberg“ gebaut hat, könne diese Vorteile nutzen. Neustadts Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD), sagte, dass ein Großteil der etwa 150 Grundstücke bereits verkauft sei. Auf rund 130 entstünden laut Thilo Gollan Einfamilien- und Doppelhäuser. Hinzu kämen Mehrfamilienhäuser, wobei die Planung aktuell etwas stocke und noch Flächen frei seien.

Bemerkenswert ist auch Batscheiders Darstellung, dass im ersten Bauabschnitt rund 60 Prozent der Käufer aus Neustadt kamen. „Im zweiten waren es 30 Prozent. Wir begrüßen es als Stadt sehr, dass so viele Menschen zu uns ziehen. Wie Sie vielleicht wissen, sind die Finanzzuweisungen des Landes an die Einwohnerzahl gekoppelt“, erläuterte sie. Da die Bevölkerungsprognose noch mehr Wachstum vorhersage, gehe es nun darum, einen weiteren Bauabschnitt anzuschieben und den Bebauungsplan aufzustellen.

Auch aus Sicht der Unternehmensgruppe Gollan sei eine Ausweitung des Neubaugebietes notwendig. „Die Nachfrage ist da. Wir haben eine Interessentenliste“, betonte Gollan. Er rechnet damit, dass die Rohbaureife etwa in zwei Jahren erreicht werde. Schließlich könne so ein Prozess viel Zeit in Anspruch nehmen. Bis dahin können sich die vielen Besitzer von neuen Häuser weiter kennenlernen und ihre nachbarschaftlichen Beziehungen verstärken.

Das gestrige Stadtteilfest sollte dazu beitragen.

Sebastian Rosenkötter

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