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Ostholstein Neustadt plant kulturelle Sommernacht
Lokales Ostholstein Neustadt plant kulturelle Sommernacht
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20:36 12.01.2017
Die Macher der „Sommernacht der Kulturen“ werben um Künstler und Gastgeber (v. l.): Antje Weise, Barbara Helbach, Dr. Tordis Batscheider, Klaus Koch-Süzen, Sönke Sela und Uwe Muchow. Auf dem Bild fehlen Sabine Stryga und Susanne Bimberg-Nittritz. Quelle: Foto: Sebastian Rosenkötter

Eine Stadt wird zur kulturellen Meile. Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2014 wird im kommenden Juli die zweite „Sommernacht der Kulturen“ gefeiert. An Dutzenden Orten in Neustadt sollen zeitgleich Musik, Theater, Tanz, Puppenspiel, Poetry Slam, Literaturlesungen, Malerei und Grafik, Bildhauerei, Fotografie, Architektur, Kulturgeschichte, Vorträge oder auch Aktionskunst Besucher begeistern. Gestern stellte das Organisationsteam das neue Konzept vor. Dringend benötigt werden noch Künstler sowie Menschen, die Räume für die Akteure zur Verfügung stellen.

Die Klänge von Martin Bläses Glockenturm hallten 2014 durch den Neustädter Hafen. Quelle: Foto: *seemann

Als Veranstalter fungiert die Stadt Neustadt. Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) betont jedoch, dass die Sommernacht von Ehrenamtlern geplant und umgesetzt wird. „Das ist ein ganz tolles Event, welches die Innenstadt 2014 sehr belebt hat“, so Batscheider. An 45 Orten, darunter eine Bank und eine Apotheke sowie Rathaus und Hinterhöfe, gab es Kunst von Menschen aus Neustadt und der Umgebung. Genau dies soll sich wiederholen. Mitmachen kann jeder, der eine Kunstform beherrscht. „Bei der Premiere haben sich Maler, Künstler und Sänger getraut, erstmals öffentlich aufzutreten“, so Barbara Helbach.

Gesucht würden sowohl Einzelpersonen, als auch Gruppen und Vereine. Ihnen allen soll „ein Podium zur Darstellung“ geboten werden. „Das künstlerische und kulturelle Potenzial soll präsentiert werden. Alle, auch Schüler, sind aufgerufen und herzlich eingeladen, mitzuwirken“, so die Organisatoren.

Der wohl größte Unterschied zu anderen Neustädter Großveranstaltungen wie das Folklore-Festival ist die Herkunft der Teilnehmer. Sie alle kommen aus der Region. Uwe Muchow betont, dass dies sehr bewusst geschehe. Es gehe darum, dass sich Menschen aus Neustadt und dem Umland besser kennenlernen. Aber auch den Touristen wolle man die Vielfalt der Stadt aufzeigen, sie einladen, Ecken zu entdecken, die normalerweiser verborgen bleiben würden.

„Was genau die Besucher erwartet, wird erst in einigen Monaten feststehen. Doch schon jetzt haben sich Künstler und Raumgeber gemeldet, die an einer Fortsetzung der Großveranstaltung teilnehmen möchten. Außerdem kündigen die Macher gastronomische Anlaufstellen an, um die Verweildauer zu erhöhen. Ebenfalls fix ist, dass die verschiedenen Aktionen um 18 Uhr starten und bis etwa 23 Uhr laufen sollen. Fünf Stunden klingt nach viel Zeit, doch bei der Erstauflage war es wohl keinem Besucher möglich, alle Künstler zu erleben. Am Ende jedoch – quasi zum großen Finale – sollen alle zum Hafen kommen. Vor drei Jahren gab es dort eine schwimmende Bühne, auf der Schauspieler Auszüge des Mozart-Musicals der Stahlberg Stiftung „Così fan tutte“ präsentierten. Zudem erhellten ein Feuerwerk und Fackelschwimmer das Hafenbecken. „Die Latte ist relativ hoch gesetzt. Wir werden uns etwas ausdenken und dann bekannt geben“, gibt sich Klaus Koch-Süzen aktuell noch geheimnisvoll.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.sommernachtderkulturen.de. Wer sich an dem Abend beteiligen möchte, kann sich per E-Mail (info@sommernachtderkulturen.de) melden. Auch werden noch Spender gesucht, die helfen wollen, die Finanzierung des Projektes zu sichern.

Jedes Jahr ein Highlight

Die Stadt Neustadt entwickelt sich zu einem kulturellen Magneten. Während sich das Folklore-Festival etabliert hat, wurden in den vergangenen Jahren mit der „Sommernacht der Kulturen“ und der „Europäischen Skulpturen-Triennale“ zwei weitere hochwertige Veranstaltungen eingeführt.

Jede Veranstaltung findet alle drei Jahre statt, sodass es jährlich ein Großevent gibt. 2018 soll die nächste Skulpturen-Triennale steigen.

Sebastian Rosenkötter

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