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Ostholstein Neustadt will Ilse Tychsen mit dem Ehrenring auszeichnen
Lokales Ostholstein Neustadt will Ilse Tychsen mit dem Ehrenring auszeichnen
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20:27 02.01.2014
Bürgervorsteher Sönke Sela (CDU) hielt in der Mensa der Jacob-Lienau-Gemeinschaftsschule die Neujahrsansprache. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter
Neustadt

Sekt und O-Saft, ein Blick zurück, ein Blick auf das Kommende — so ein Neujahrsempfang läuft meist nach einem ähnlichem Schema ab. In Neustadt war dies am 1. Januar nicht anders. Jedoch teilte Bürgervorsteher Sönke Sela (CDU) Überraschendes mit: „Die Stadtverordnetenversammlung hat am 12. Dezember beschlossen, eine neue Trägerin des Ehrenringes zu ernennen. Es wird Ilse Tychsen sein.“

Die Neustädterin gründete 1973 den Kinderschutzbund Ostholstein, engagiert sich seit Jahrzehnten für junge Menschen, half zuletzt einer syrischen Flüchtlingsfamilie Deutsch zu lernen. „Wir wollen Frau Tychsen in einem sehr würdigen Rahmen den Ehrenring überreichen“, betonte Sela. Der Termin soll in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.

Bereits 2004 diskutierten die Stadtverordneten, ob Ilse Tychsen den Ring erhalten solle. Damals bestand jedoch der Konsens, die Auszeichnung nicht an Bürger zu vergeben, die Funktionen in einer Partei bekleiden. Diese Übereinkunft hatte zur Folge, dass Ilse Tychsen für ehrenamtliche Leistung nicht geehrt werden sollte, so lange sie im FDP-Ortsverband aktiv sei. Tychsen ist nach Uwe Muchow (2005) und dem 2008 verstorbenen Johannes Hugo Koch (2000) erst die dritte Person, die den Ehrenring der Stadt erhält.

Überraschend war für einige Bürger auch, dass der Neujahrsempfang in der erst im vergangenen Jahr fertiggestellten Mensa der Jacob-Lienau-Schule gefeiert wurde. Dies lag jedoch daran, dass der Sitzungssaal im Rathaus aufgrund eines fehlenden zweiten Fluchtweges gesperrt ist. Dennoch fanden weit mehr als 100 Menschen den Weg zum Empfang. „Wenn wir im Rathaus wären, dann hätten wir ein Platzproblem“, sagte Sela.

Gemeinsam mit den Gästen blickte Sönke Sela auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Er erinnerte an das Folklore-Festival. „Das hat uns aus emotionaler Sicht am meisten bewegt — im positiven Sinne“, betonte er. Auch erinnerte Sela an den Einzug der Grünen ins Stadtparlament, die Schaffung von zusätzlichen Kita-Gruppen und den Neubau einer Krippe auf dem Gelände der Schön Klinik.

Für 2014 kündigte Sela ein Jahr der Jubiläen und Gedenktage an. So liegt der Beginn des Ersten Weltkrieges 100 Jahre zurück und der des Zweites Weltkriegs 75 Jahre. Zudem jährt sich der Fall der Mauer zum 25. Male. Doch nicht nur in der Bundesrepublik gibt es Jubiläen. „In Neustadt wurde vor 100 Jahren der Strom eingeführt. Wir planen am 13. Juli eine Veranstaltung dazu“, kündigte der Bürgervorsteher an. Vom 8. bis 10. August gibt es außerdem ein großes Fest der Bundespolizei See, die ihr 50-jähriges Bestehen in Neustadt feiert. „Da wird rund um den Hafen der Teufel los sein“, sagte Sela.

Die letzten Worte seiner Ansprache widmete er der städtischen Finanzsituation. „Wir haben versucht zu sparen, wo es nur ging. Aber dort wo es um Kinder, Jugendliche und Kultur geht, sparen wir nicht“, betonte Sela nachdrücklich. Die Steuererhöhungen, die die Bürger mit dem Jahresbeginn treffen, erwähnte er nicht. Diese hätten wesentlich dazu beigetragen, dass der Schuldenberg nicht noch deutlich höher ausfalle.

Sebastian Rosenkötter

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