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Ostholstein Neustadts Künstler und die Fliegerei
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20:12 04.08.2016
Klaus Ammann hat diverse Flugobjekte erschaffen.

Kunst, die schwebt. Kunst, die erst auf den zweiten Blick vom Foto zum 3-D-Bild wird. Kunst, gefertigt aus Propellerresten und Silvesterknallern. Die Neustädter Ausstellungsgemeinschaft zeigt ab Sonntag „Ein Kunstprojekt vom Fliegen“. Die Jahresschau ist ein Schritt in eine neue Dimension. Statt in der Stadtbücherei Werke jedes Künstlers mit ganz unterschiedlichen Themen zu präsentieren, gibt es ein gemeinsames Thema.

Ausstellungsgemeinschaft präsentiert ab Sonntag äußerst vielfältige und kreative Werke.

Die Ausstellung

Die Vernissage zum „Kunstprojekt vom Fliegen“ findet am Sonntag, 7. August, um 11.30 Uhr im Hans-Ralfs-Haus statt. Anschließend können die Werke bis zum 28. August betrachtet werden.

Wer den Saal auf dem Ameos-Gelände betritt, gelangt in eine Allee der Objekte. Da sind auch die Werke von Hans-Jörg Schick. Er ist eines der jüngsten Mitglieder der Gemeinschaft. Aus einem alten Propellerlüfter, Resten einer Gartenschere sowie einer Stahlkette hat Schick einen Schwertfisch geschaffen. Es ist ein Windspiel. Wenige Meter entfernt steht ein Hahn aus Metall. Sein Kamm ist mächtig, mit Murmeln verziert und natürlich lässt sich das Tier bewegen.

Den Kopf nach oben richtend, lassen sich gleich elf großformatige Bilder entdecken. Jürger Werner, Sprecher der Ausstellungsgemeinschaft, erzählt, dass Klaus Richter die Konstruktion entworfen hat.

Herausgekommen sind rahmenlose Werke, die zu schweben scheinen. Ein wenig erinnert ihre Form an Flügel, die Betrachtungsperspektive kann als ungewöhnlich bezeichnet werden. Mittendrin hängt ein hölzernes Flugmodell. Es ist rund 70 Jahre alt und gehört Heiner Tonn. „Das habe ich mal gebaut und nie weggeschmissen“, erinnert er sich. Viel bedeutender für die aktuelle Ausstellung seien jedoch seine mit Ölfarbe gemalten Bilder von Kites. Von weiter weg betrachtet wirken sie wie Fotografien, näher dran wird die Ölfarbe sichtbar.

Dass Kunst nicht immer nur schön ist, sondern auch ernste Themen behandelt, macht Ingrid Maschke deutlich. Sie zeigt ein Space-Shuttle, das über den Überresten einer durch eine Rakete zerstörten Landschaft fliegt. Es ist ihre Art, Frieden und Krieg zu symbolisieren. „Das Thema gehört zur heutigen Zeit. Die Ausstellung sollte zunächst ,fliegen, flattern, flüchten’ heißen. Ich bin dabei geblieben“, erläutert sie und stimmt den Betrachter nachdenklich.

Genau hinsehen muss man bei Klaus Richter. Er hat es geschafft, 80 bunte Fantasiefalter auf eine 80 mal 100 Zentimeter große Leinwand zu bringen. Gegenüberliegend ist die „Ammann-Wand“.

Dort zeigt Erika Ammann ebenfalls Schmetterlinge, wenn auch deutlich abstrakter. Zwischen ihren Bilder befinden sich die Objekte ihres Mannes Klaus Ammann. Dieser beweist sein Faible für Fundstücke und hat zahlreiche Flugobjekte geschaffen.

Uta Richter hingegen schafft es, die Sage von Ikarus zu erzählen, wobei die flirrende Luft auf ihren Bilder lebendig zu werden scheint. „Es gibt einen Bezug zum Heute: Der Mensch will immer noch zu noch hinaus“, betont sie und warnt so vor Abstürzen, die die Ausstellungsgemeinschaft mit diesen Werken aber nicht fürchten muss.

Sebastian Rosenkötter

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