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Ostholstein Neustädter Bucht: Motoryacht vor dem Sinken bewahrt
Lokales Ostholstein Neustädter Bucht: Motoryacht vor dem Sinken bewahrt
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23:29 23.09.2016
Mit vereinten Kräften konnten die Retter das Sinken der Motoryacht verhindern. Die drei Wassersportler aus Hildesheim blieben unverletzt. Quelle: Bundespolizei
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Scharbeutz/Neustadt

Das ging ja noch einmal gut – weil die Einsatzkräfte auf dem Wasser schnell zur Stelle waren. Gestern sind am späten Nachmittag drei Männer in der Neustädter Bucht bei Scharbeutz aus Seenot gerettet worden. Ihre Motoryacht drohte zu sinken.

 

Die „Ipuna“ drohte wegen eines Wassereinbruchs zu sinken.

„Die eingesetzten Kräfte überzeugten durch professionelles und entschlossenes Handeln.“Bundespolizeiinspektion See Neustadt

Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion See Neustadt war es während eines Törns auf der Ostsee auf dem elf Meter langen Stahlmotorboot „Ipona“ kurz vor 17 Uhr plötzlich zu einem starken Wassereinbruch gekommen. Die Besatzung, drei Männer aus dem Landkreis Hildesheim, hatte daraufhin über Funk einen „Mayday“-Ruf (Funkruf bei akuter Lebensgefahr) abgesetzt. Glück im Unglück: Wegen einer Übung in der Neustädter Bucht waren zum Zeitpunkt des Seenotfalls zahlreiche Behördenfahrzeuge in der Nähe.

Koordiniert wurde die Rettung von der Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Die Fregatte „HDMS Esbern Snare“ der dänischen Marine setzte zwei Beiboote aus und übernahm die drei Männer bereits zwanzig Minuten nach der Alarmierung von ihrem Boot. Anschließend wurden sie an den – in Grömitz stationierten – Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmack“

übergeben.

Das Bundespolizeiboot „Altmark“ war bereits kurze Zeit nach Alarmierung am Havaristen und konnte diesen längsseits nehmen. Durch den Einsatz von Pumpen der „Altmark“ und des Seenotrettungsbootes „Henrich Wuppesahl“ (stationiert in Neustadt) konnte laut Bundespolizeiinspektion der Wasserstand gehalten und ein Sinken der Yacht verhindert werden. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte war der Wasserstand in der Yacht bereits auf einen Meter gestiegen. Mitglieder der Bundespolizei stiegen schließlich in den Maschinenraum und konnten ein dort ausfindig gemachtes Leck abdichten. Ebenfalls vor Ort waren Wasserschutzpolizeifahrzeuge sowie das Seenotrettungsboot „Hans Ingwersen“ (stationiert in Travemünde).

Die drei Schiffbrüchigen wurden mit dem Seenotrettungskreuzer gegen 19 Uhr in Neustadt an Land gebracht, heißt es in der Mitteilung weiter. Unterwegs wurden sie von einem Seenotretter betreut. Alle drei waren unverletzt geblieben. Während die Seenotleitung Bremen Hilfe im Hafen zum Auskranen organisierte, schleppte die „Altmark“ den Havaristen in den Hafen, wo das Boot sofort an Land gesetzt werden konnte.

Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten gute Wetterbedingungen und nur schwacher Wind um zwei Beaufort. Die Bundespolizeiinspektion führt die erfolgreiche Rettung aber vor allem auf das professionelle Handeln der Einsatzkräfte zurück: „Zusammenarbeit auf See funktioniert reibungslos, wenn es gilt, Menschenleben zu retten oder bedeutende Sachwerte vor ihrem Verlust zu bewahren.“

LN

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