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Ostholstein Neustädter Netzwerk braucht Unterstützung
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18:16 17.10.2016
Kinderbühne: Die Kinderkulturkarawane kommt regelmäßig nach Neustadt. Quelle: Fotos: Hfr

Den Verein „Kinder- und Jugend-Netzwerk Neustadt“ gibt es erst seit fünf Jahren. Dennoch bewegen die Ehrenamtler längst Zehntausende Euro jährlich. Dutzende Projekte wurden realisiert. Hunderte Schüler besuchen die Nachmittagsangebote. Es ist eine Erfolgsgeschichte, die dringend weitere Unterstützer benötigt. Aber: Die Finanzierung von zwei Angeboten läuft im Februar 2017 aus. Zeit, eine Bilanz zu ziehen.

„Kids to the band“ lautet der Name eines Projektes. Mit Musiker Piet Struck (l.) lernen die Schüler, was es heißt, als Band zu spielen.

Viele Partner wollen Menschlichkeit fördern

Ziele des Vereins sind die Förderung der individuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, die Vorteile von Vielfalt erfahrbar zu machen, Demokratie zu fördern sowie die Integration von Migranten nachhaltig zu stärken.

Kooperationspartner sind unter anderem Kooperationspartner die Stadt Neustadt, die Stadtjugendpflege, Neustädter Schulen sowie regionale Vereine, Verbände und Organisationen.

• Mehr Infos: www.kjn-neustadt.de.

Mano Salokat ist nicht nur Lehrer an der Förderschule am Rosengarten, sondern zugleich Vorsitzender des Vereins. Zusammen mit Beatrix Spiegel sowie weiteren Unterstützern machte er sich 2011 für die Gründung des heute 209 Mitgliedern zählenden Netzwerkes stark. Seitdem haben sich etliche Vereine, Verbände und Institutionen angeschlossen. „Anfangs ging es darum, Kindern Toleranz und Vielfalt nahezubringen. Wir wollten, dass die verschiedenen Akteure Neustadts voneinander profitieren. Auslöser für die Idee war das Bundesprogramm ,Vielfalt tut gut’. Die Gedanken des Programms wollten wir weiter festigen“, erläutert Salokat.

Veranstaltungen wie der Interkulturelle Markt, die Kinder-Kulturkarawane und einige Nachmittagsangebote habe es auch schon vor der Vereinsgründung gegeben. Jedoch habe sich der Umfang deutlich gewandelt. Mittlerweile gleicht der Verein einem kleinen mittelständischen Unternehmen. Jugendcoach Danny Seidel arbeitet sogar hauptamtlich unter der Trägerschaft des Netzwerks.

Vorstandsmitglied Thomas Schiekiera kann sich vorstellen, dass es in Zukunft einen Geschäftsführer geben wird. „Irgendwann ist Schluss. Der Verein wächst ständig“, betont auch Mano Salokat.

All die ehrenamtliche Arbeit scheint sich jedoch auszuzahlen. Längst ist das „Kinder- und Jugend-Netzwerk Neustadt“ eine feste Größe, wenn es um die Belange des Nachwuchses geht. „Wir machen Grundprävention, bevor Maßnahmen notwendig werden“, sagt Salokat. Gemeint ist, dass die unterschiedlichen Akteure verschiedenste Angebote und Hilfestellungen für Kinder und Jugendliche initiiert haben und so verhindern, dass sie vom Weg abkommen. Dies zeige sich auch in puncto „Rechtes Gedankengut“. „Das hat sehr stark abgenommen. Der Umgang ist besser geworden. Toleranz und Offenheit haben zugenommen“, so Salokat. „Entscheidend ist, dass wir eine enge Verflechtung haben und schnell institutionsübergreifend reagieren können“, sagt Thomas Schiekiera. Dies falle auch bei der Integration von Flüchtlingen auf. Zudem sei es gelungen, sozial- und bildungsbenachteiligte Kinder einzubinden, da die Nachmittagsangebote schulart-übergreifend sind.

Ein besonderes Projekt trägt den Namen „Kids to the band“. Förderschüler und Senioren machen bei diesem zusammen Musik. Jedoch ist die Finanzierung unklar. 9000 Euro werden jährlich benötigt. „Die Gruppe ist klein, die Lobby dementsprechend gering. Jedoch ist es ein ganz tolles Projekt, bei dem generationsübergreifend gearbeitet wird“, erläutert Salokat. Unterstützer sollen sich dringend melden. Ebenfalls nicht geklärt ist, woher die 15000 Euro für die Nachmittagsangebote kommen. „Wir benötigen dringend Hilfe“, sagt Salokat. Zudem wolle man sich erneut um Bundesmittel bewerben.

Jedoch fließe das Geld frühestens 2018. Eine einjährige Zwischenfinanzierung sei notwendig – damit Neustadts Kinder weiterhin tolerant und offen bleiben.

Sebastian Rosenkötter

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