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Ostholstein Neustädter Politik soll 17 Prozent mehr Entschädigung erhalten
Lokales Ostholstein Neustädter Politik soll 17 Prozent mehr Entschädigung erhalten
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18:27 26.03.2016
„Die Satzung tritt zum 1. April in Kraft.“Martin Scheel, Hauptamtsleiter Timmendorfer Strand

Mehr Geld für Ehrenamtler gibt es in Neustadt und Timmendorfer Strand. Die Entschädigungen für Kommunalpolitiker, Seniorenbeirat und — wenn vorhanden — Kinder- und Jugendparlament steigen um etwa 17 Prozent. Wobei in Neustadt zu beachten ist, dass die Stadtverordnetenversammlung am 28. April noch die endgültige Entscheidung treffen muss. Die deutliche Erhöhung ist der Kommunalaufsicht zu verdanken. In anderen Orten des Kreises wird zum Teil weniger gezahlt, wie eine kleine Umfrage der Lübecker Nachrichten ergab. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die Zahl der Einwohner und auf die Satzungen der einzelnen Städte. Dennoch gibt es teils gravierende Unterschiede.

„Diese Erhöhung ist die erste seit dem Jahre 2008.“Dr. Tordis Batscheider (SPD), Neustadts Bürgermeisterin

Dass die Satzungsänderung in Neustadt in der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses besprochen wurde, ist auf die im vergangenen Herbst veränderte Landesverordnung über Entschädigungen in kommunalen Ehrenämtern zurückzuführen. Die Höchstbeträge der Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder wurden zum 1. Januar dieses Jahres hin neu bestimmt. Laut Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) ist es die erste Erhöhung seit 2008. Bürgervorsteher Sönke Sela (CDU) bekam bislang monatlich 442 Euro. Nun dürften es bald 517 Euro sein — rückwirkend zum Jahresbeginn. Er ist damit „Spitzenverdiener“. Am wenigsten erhält Nikolas Radomirovic (36,20 Euro), Präsident des Kinder- und Jugendparlamentes. „Der Grund für die unterschiedlich hohe Entschädigung ist in der deutlich höheren Arbeitsbelastung bestimmter Positionen zu finden“, erläutert Batscheider.

In Timmendorfer Strand hat sich die Gemeindevertretung bereits (17. März) für eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung ausgesprochen. Die beschlossene Verordnung tritt laut Martin Scheel zum 1.

April in Kraft. „Dieses entspricht der prozentualen Erhöhung aufgrund der Änderung der Entschädigungsverordnung durch den Landesgesetzgeber“, erklärt der Hauptamtsleiter.

Die Spanne der Summe, die ein Ehrenamtler erhält, ist teilweise enorm groß. So soll der Vorsitzende des Hauptausschusses Heinrich Holtfester (CDU) in Neustadt bald pro Monat 335,20 Euro erhalten.

Sein Amtskollege Stephan Karschnick in Heiligenhafen bekommt 185 Euro und Annette Schlichter-Schenck (SPD) in Oldenburg 75 Euro.

Auffällig ist auch, dass der stellvertretende Grömitzer Bürgermeister Joachim Weber (CDU) pro Monat 80 Euro überwiesen kriegt, während seine Amtskollegen in Oldenburg (80 Euro), Heiligenhafen (89,20 Euro), Timmendorfer Strand (40 Euro) und Neustadt (49,70 Euro) pro Vertretungstag bezahlt werden. Doch ganz gleich wie hoch die Summe ist, am Ende bleibt es eine Entschädigung für ein zeitintensives Ehrenamt. Zudem dürften die Städte und Gemeinden ihre Freiwilligen gar nicht fürstlich entlohnen. „Die Unterschreitung der in der Landesverordnung genannten Summe für das jeweilige Ehrenamt ist möglich, eine Überschreitung nicht“, verdeutlicht Bürgermeisterin Tordis Batscheider.

Von Sebastian Rosenkötter

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