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Ostholstein Neustädter feiern allabendlich am Riesen-Adventskalender
Lokales Ostholstein Neustädter feiern allabendlich am Riesen-Adventskalender
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19:12 01.12.2016
Die Kinder der Neustädter Grundschule singen. Eltern und andere Zuhörer lauschen vor dem Kremper Tor. FOTOS: SEBASTIAN ROSENKÖTTER

Kräftig ziehen die Kinder an den Seilen, schnell wird das erste von 24 Bildern sichtbar. Dann passiert, was für viele Lacher sorgt: Türchen Nummer 13 öffnet sich, die Abdeckung fällt hinab. Frank Wilschewski, Museumsleiter und Mitorganisator des Neustädter Riesen-Adventskalenders, reagiert schnell, ruft den fast 100 Zuschauern vor dem Kremper Tor zu, sich einen schwarzen Balken zu denken.

Bis zum 23. Dezember sollen allabendlich montags bis freitags weihnachtliche Bilder enthüllt werden. Der besondere Adventskalender feierte bereits 2009 Premiere. Seitdem hat sich die Aktion zu einem festen Ereignis entwickelt, das Abend für Abend Dutzende Neustädter anlockt. Besonders ist, dass all die Werke, die sich hinter den Türchen verbergen, von Kindern aus der Region gemalt wurden.

Seit Mittwochabend ist sichtbar, was die Kinder der Klasse 2c der Grundschule Neustädter Bucht auf die Leinwand gebracht haben. Das erste Bild zeigt einen Weihnachtsmann, der auf seinem Schlitten in Richtung Erde unterwegs ist. Welches Motiv sich hinter der Nummer 13 verbirgt, soll an dieser Stelle jedoch nicht verraten werden. Das hat schließlich noch ein paar Tage Zeit – trotz des Missgeschickes.

Doch ganz gleich, welches der Türchen geöffnet wird, vor der Enthüllung gibt es stets ein paar besinnliche Minuten. Oftmals werden Weihnachtslieder gesungen. Nicht selten bleiben Passanten stehen, vergessen für ein paar Minuten die Hektik des Tages. In diesem Jahr treten unter anderem eine Schulklasse, der Volkstanzkreis, Besucher des Jugendcafés, der Posaunenchor und der Spielmannszug auf.

Darüber hinaus findet stets eine Lesung statt. Als erstes war Bürgervorsteher Sönke Sela an der Reihe, er trug „Die Legende vom Weihnachtsbaum“ vor.

Und Frank Wilschewski verstand es, die Zuschauer, in seinen Bann zu ziehen. Insbesondere den vielen Kinder erläuterte er, dass die Türchen so groß wie die Fenster des Museums seien und damit wohl deutlich größer als die des eigenen Kalenders. „Hinter den Fenstern verbirgt sich auch keine Schokolade“, so Wilschewski weiter, was jedoch bei dem ein oder anderen Lütten für Enttäuschung sorgte.

Diese war jedoch schnell vergessen, gab es am Ende der kleinen Veranstaltung doch noch eine Überraschung.

Wie alles anfing

Die Ursprünge des Adventskalenders lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Der erste gedruckte Adventskalender wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem Münchener Verleger Gerhard Lang auf den Markt gebracht. Es war ein Ausschneidekalender mit Bildern und Gedichten. Erst gegen Ende der 1950er Jahre setzten sich Schokoladenkalender durch – die jetzt auch Konkurrenz bekommen.

Sebastian Rosenkötter

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