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Ostholstein Notfalldosen für Stockelsdorfer
Lokales Ostholstein Notfalldosen für Stockelsdorfer
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17:17 29.09.2018
Notfalldose Quelle: Doreen Dankert
Stockelsdorf

Sie ist faustgroß, weiß-grün, aus Plastik, wasserdicht und mit einem Schraubverschluss versehen – die Notfalldose. In dieser Dose steckt ein Stück Papier mit persönlichen Angaben: Krankenkasse, Vorerkrankungen, Blutgruppe, welche Medikamente eingenommen werden, Hinweise auf mögliche Unverträglichkeiten und darüber hinaus Kontaktdaten des Hausarztes und von Angehörigen, die im Notfall informiert werden sollen. Diese Dose – mit dem ausgefüllten Zettel – kommt dann in den Kühlschrank – am besten gut sichtbar in ein Kühlschrankfach. Nicht, weil der Zettel dann länger frisch bleibt, sondern einfach aus dem Grund, dass ein Kühlschrank in jeder Wohnung relativ einfach und schnell zu finden ist für Fremde – also auch im Notfall für medizinische Rettungskräfte. Im Zweifelsfall könne eine solche Dose Leben retten, sagt Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben (SPD). Sie hat die Arbeitsgruppe Inklusion bei dem Projekt Notfalldosen unterstützt. Jetzt ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen, denn die Notfalldosen sind ab sofort in Stockelsdorf für Bürger erhältlich. Zu einem Preis von 1,50 Euro können die Bürger die Notfalldosen in den beiden Filialen der Lilien-Apotheke, in der Lübbers-Apotheke sowie im Bürgerbüro des Rathauses erwerben.

Aufbewahrung im Kühlschrank

Zu jeder Dosen gehören auch zwei Aufkleber mit dem Hinweis Notfalldose. Besitzer einer solchen Dose kleben einen Aufkleber an die Innenseite der Wohnungseingangstür, den zweiten von außen an die Kühlschranktür. Im Notfall sind diese beide Aufkleber ein sofortiger Hinweis für den medizinischen Rettungsdienst, dass eine Notfalldose existiert und dass sie im Kühlschrank zu finden ist.

„Angehörige sind in so einer Notsituation oft überfordert“, erklärt Julia Samtleben, so dass Angaben zu Krankheiten oder Medikamenteneinnahmen möglicherweise unvollständig oder auch gar nicht weitergegeben werden können. „Und wenn eine Notfalldose mit diesen Informationen im Kühlschrank steht, da dieser leicht zu finden ist“, sagt die Bürgermeisterin, „bleibt mehr Zeit für die Hilfe beim Patienten.“

Realisiert wurde das Projekt Notfalldose in Stockelsdorf durch die Arbeitsgruppe Inklusion auf Vorschlag von Heinz Koch, ehemals Beauftragter der Gemeinde Stockelsdorf für Menschen mit Behinderungen. Es wurden Gespräche mit Vertretern der Lübbers-Apotheke und der Lilien-Apotheke aufgenommen. „Und es freut uns sehr, dass diese Apotheken bei dieser Aktion mitmachen“, betonte die Bürgermeisterin.

Für aktuelle und künftige Nutzer von Notfalldosen sei noch einmal klargestellt, dass es sich bei diesen einheitlich gestalteten Notfalldosen nicht um einen klassischen Hausnotruf handelt, sondern dass hier die Patienteninformation im Vordergrund steht – vor allem aber die schnellstmögliche Erlangung der Informationen durch die Erstretter.

„Dass wir die Aktion erfolgreich in Stockelsdorf zu Ende gebracht haben und diese Dosen ab sofort erhältlich sind“, erklärt Heinz Koch, „das freut mich sehr.“

Doreen Dankert

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